«Unser Kader ist komplett»

Richard Stoffel

Ricardo Schödler ist der Sportchef des EHC Kloten. Er spricht mit dem «Stadt-Anzeiger» über Dario Meyers WM-Chance, neue Impulse im Trainerstab, Nachwuchspläne – und auch die Causa Patrick Fischer.

Klotens Sportchef Ricardo Schödler nimmt Stellung zu aktuellen Themen rund um den Klub. Und auch zur allgegenwärtigen Causa Patrick Fischer.

Schödler war bis vor zwei Jahren als Nationalteam-Manager im Verband tätig und seinerzeit ein enger Vertrauter von Patrick Fischer, dessen Entlassung hohe Wellen schlug. Während seiner langjährigen Tätigkeit war Schödler auch an den Olympischen Spielen 2022 dabei – jenen Spielen, an denen Patrick Fischer mit gefälschtem Covid-Zertifikat vor Ort war.

Stichwort Causa Fischer:

Ich habe genügend Kontakte und kenne Hintergründe und weiss, was gelaufen ist und was nicht. Auf jeden Fall wusste ich nichts von diesem Covid-Zertifikat von Patrick Fischer. Aber ich will und werde nichts dazu sagen, denn ich bin jetzt Sportchef von Kloten. Das ist deshalb nicht mein Thema. Es hat keine Auswirkungen auf den EHC Kloten.

WM-Kandidat Dario Meyer:

(Schödler verfolgt Meyers Weg eng) Ich bin mit ihm in Kontakt. Dass er die ersten zwei Cuts der WM-Vorbereitung überstanden hat, ist sicher schon ein Erfolg.

Schritt vorwärts:

Wir haben nicht nur Transfers gemacht, sondern verfügen auch über junge Spieler, die einen Schritt nach vorne machen wollen und werden.

Der neue Trainerstab:

Es gibt neue Impulse durch neue Ansprachen. Es werden neue Dynamiken entstehen. Es ist ein vielfältiger Anschub. Jeder Trainer bringt seine Stärken mit. Entscheidend ist, wie sie sich ergänzen. Die Jungs und Coaches lernen sich neu kennen und lernen etwas Neues. Das sind die Inputs, die wir uns erhoffen.

Rückkehr Denis Hollenstein:

Nein, unser Kader ist komplett. Natürlich gibt es auch unvorhergesehene Verletzungen, bei denen man je nach Ausfalldauer reagieren muss – das gilt dann aber für den gesamten Markt. Oder es gibt zusätzlich Budget, das etwas ermöglicht. Aber andernfalls ist das Kader komplett. Und zu Hollenstein hatte ich keinen Kontakt.

Arbeitspapier:

Die U21 ist neu gestaltet. Fabian Sutter und Kris Schmidli sind neu für die ältesten Nachwuchsspieler verantwortlich. Dort haben wir einige Transfers getätigt und neu gestaltet. Zudem haben wir neue Tools integriert. Bis in den Frühsommer werden wir unser gemeinsames Nachschlagewerk kreieren. In diesem Arbeitspapier ist definiert, wie wir uns im Nachwuchs über alle Stufen hinweg nach einer gemeinsamen Spielidee, Identität und Herangehensweise in der Ausbildung ausrichten.

Sommer-Eis:

Das ist mega cool, dass wir ab dem 18. Mai zu Hause in der Swiss Arena trainieren können.

Was man zur WM wissen muss

Vom 15. bis zum 31. Mai findet in der Swiss Life Arena in Zürich und in der BCF Arena in Fribourg die Eishockey-Weltmeisterschaft mit insgesamt 64 Spielen statt.

In der Gruppe A treten Deutschland, Finnland, Grossbritannien, Lettland, Österreich (wohl mit Bernd Wolf), die Schweiz (wohl mit Reto Berra und evtl. Dario Meyer), Ungarn und die USA gegeneinander an. In der Gruppe B treffen Dänemark, Italien (wohl mit Davide Fadani), Kanada, Norwegen, Schweden, die Slowakei, Slowenien und Tschechien aufeinander. Die besten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die Viertelfinals.

Die Vorrundenspiele der Gruppe A, zwei Viertelfinals, die beiden Halbfinals sowie die Spiele um Bronze und Gold werden in Zürich ausgetragen. Die Vorrundenspiele der Gruppe B und zwei Viertelfinals werden in Fribourg gespielt.

Die offizielle Fanzone mit Public Viewing in Zürich befindet sich bei der Hermetschloobrücke in der Nähe der Swiss Life Arena in Altstetten. (pat.)  

Infos: 2026.iihfworlds.com

Klotens Spieler lauschen den Anweisungen von Athletik-Trainer Felix Stutz.

Rafael Meier (vorne) wird auf dem Ruder-Ergometer gefordert. Bilder Richard Stoffel

«Das ist mega cool, dass wir ab dem 18. Maizu Hause in der Swiss Arena trainieren ­können.»

Ricardo Schödler, Sportchef EHC Kloten

Cyril Keller will den nächsten Schritt machen.

Athletik-Trainer Felix Stutz (rechts) mit der ehemaligen Profi-Kunstturnerin Caterina Barloggio, die eine zweistündige Session in Sachen Mobilität und Beweglichkeit durchführte.