Skyguide: Dank Konsultation nur 50 Kündigungen

Skyguide rechnet im Rahmen ihres Restrukturierungs­programms mit insgesamt 50 Kündigungen. In einer ersten Welle sind 14 Kündigungen vorgesehen. In einer zweiten Welle im Frühling 2027 rund 35.

Die gute Nachricht: Die Zahl der Kündigungen fällt dank der Mitwirkung der Mitarbeitenden deutlich tiefer aus als angenommen. Am geplanten Sparziel von 51  Millionen Franken und dem Abbau von rund 200 Stellen halte man unverändert fest, teilt Skyguide mit.

Mitarbeitende, Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen hätten 141 Vorschläge eingebracht, um die Zahl der Kündigungen zu senken. Skyguide habe diese geprüft und dort umgesetzt, wo sie einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Konsultation habe damit dazu beigetragen, die Zahl der Kündigungen durch Frühpensionierungen, natürliche Fluktuationen, interne Mobilität, freiwillige Austritte, unbesetzte Stellen, auslaufende externe Verträge und Mandate deutlich zu reduzieren. «Skyguide führt dies nicht zuletzt auf den konstruktiven Dialog mit ihren Sozialpartnern zurück», so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Zu Beginn der Konsultation war von maximal 220 möglichen Entlassungen auf den betroffenen Funktionen und Stellen die Rede. Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest, welche Personen und Vertragsverhältnisse betroffen sein würden und welche Alternativen zur Verfügung stehen. «Hinter jeder Kündigung steckt ein Mensch. Für die Betroffenen, ihre Teams und Skyguide ist dies ein schwerer Einschnitt», schreibt das Unternehmen weiter;  es habe deshalb einen Sozialplan vorgelegt und begleite die Betroffenen bei diesem Prozess.

Weitere Veränderungen bis 2027

Mit der ersten Kündigungswelle ist die Restrukturierung jedoch nicht abgeschlossen. Anfang 2027 tritt die neue Organisationsstruktur in Kraft, die auch eine von neun auf fünf Mitglieder reduzierte Geschäftsleitung vorsieht. Viele Mitarbeitende wechseln ihren Bereich oder ihr Team. Danach folgt die zweite Kündigungswelle im Frühling 2027. Deren konkrete Planung läuft allerdings noch.

Die Restrukturierung soll Skyguide organisatorisch und finanziell nachhaltig aufstellen, da der finanzielle Druck auf das Unternehmen in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Auch liegt das Verkehrsaufkommen, trotz einer intensiven Sommerperiode, insgesamt unter den Erwartungen. Dadurch fehlen Skyguide gegenüber der Planung jährlich 15  bis 20 Millionen Franken. Gleichzeitig verlangen die europäischen Behörden im Rahmen der Verhandlungen zum National Performance Plan zusätzliche Kostensenkungen.

Keine der Restrukturierungsmassnahmen dürfe aber den sicheren Betrieb oder das gesetzliche Mandat beeinträchtigen, versichert Skyguide. Deshalb prüfe man vor jedem Schritt die notwendigen Kapazitäten, Kompetenzen und das erforderliche Wissen und passe falls nötig Massnahmen oder das Einführungstempo an. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt begleitet die Umsetzung.  (pd.)