Pigna hat seine Werkstätten in Kloten gebündelt
Mehr Platz, weniger Doppelspurigkeiten und neue Begegnungen: Mit der Schliessung des Standorts Bülach sollen Synergien genutzt, Kosten gespart und die Zusammenarbeit gestärkt werden.
Die Stiftung Pigna hat die Zusammenlegung ihrer beiden Werkstätten erfolgreich abgeschlossen. Nach intensiven Planungs- und Umbauarbeiten seien die bisherigen Standorte in Kloten und Bülach an einem gemeinsamen Ort in Kloten vereint, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung. Ziel der Zusammenlegung ist es, Synergien zu nutzen, Kosten zu sparen und den Austausch zwischen Mitarbeitenden mit und ohne Beeinträchtigung zu fördern.
Mit der Schliessung des Werkstatt-Standorts in Bülach endet ein Kapitel mit langer Tradition. Während mehr als 20 Jahren entstanden dort durch Mitarbeitende mit Beeinträchtigung Karten im Siebdruckverfahren, Glaskunstwerke sowie zahlreiche genähte Textilien, Taschen und Duftsäckli. Das Angebot bleibt jedoch vollständig erhalten: Sämtliche Dienstleistungen werden seit Anfang März am erweiterten Standort in Kloten weitergeführt.
Für die Zusammenlegung wurden zusätzliche Räumlichkeiten angemietet und umgebaut. Laut Pigna bringt die Konzentration an einem Standort mehrere Vorteile mit sich: So konnten Doppelstrukturen reduziert werden – etwa durch die Zusammenführung der bisher getrennten Kantinen. Gleichzeitig werden die Räume in Kloten künftig effizienter genutzt.
Auch für die Mitarbeitenden ergeben sich neue Möglichkeiten. Insgesamt fanden 45 Menschen mit Beeinträchtigung sowie 11 Betreuungspersonen in Kloten ihr neues berufliches Zuhause. Am Standort arbeiten nun insgesamt 161 Personen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen. Durch die räumliche Nähe soll der interne Austausch gestärkt und der Arbeitsalltag durch neue Begegnungen bereichert werden.
Auch Tagesstättenplätze verlegt
Neben den Werkstätten werden auch die Tagesstättenplätze aus Bülach nach Kloten verlegt. Zwölf Plätze für Menschen mit schweren Beeinträchtigungen ziehen an den Standort Graswinkel um. Möglich wurde dies, weil bisher fremdvermietete Räume frei geworden sind. Für die neue Nutzung waren nur kleinere Umbauten notwendig.
Die Verantwortlichen versprechen sich von der Zusammenführung auch Vorteile für die Besuchenden der Tagesstätte. Durch die Nähe zu den beiden anderen Tagesstätten am Standort sollen gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge und Veranstaltungen einfacher organisiert werden können. Insgesamt stehen im Graswinkel künftig 78 Tagesstättenplätze zur Verfügung.