Klotens Nummer drei überzeugt bei ihrem Debüt
Keeper Reto Berra wurde nach dem ersten Drittel und vier Gegentoren gegen Biel durch Santo Simmchen (21) ersetzt. Die Nummer 3 der Flughafenstädter kam dadurch zu seinem ersten Einsatz für Kloten.
Für Simmchen war es das dritte National-League-Spiel. Die ersten beiden Einsätze hatte er einst beim EV Zug absolviert. «Ich bin sehr dankbar für die Chance in Kloten. Ich wusste aber auch, dass ich bereit war.» 13 Paraden und damit eine Abwehrquote von 86,67 Prozent realisierte der gebürtige Deutsche und wurde von den Zuschauern dafür zu Klotens Bestplayer gewählt. Angesichts der Kanterniederlage war die Auszeichnung allerdings nur ein schwacher Trost.
Im Laufe seiner Karriere hat der aus Dresden stammende 1,98 Meter grosse Schlussmann schon für zahlreiche Klubs und Teams gespielt, unter anderem im Nachwuchs von Davos und Chur oder eine Junioren-Saison (2023/2024) in Nordamerika bei den North Iowa Bulls (NAHL). «Da war ich weg vom quasi ‹goldenen Käfig› in der Schweiz und musste auch mal unten durch. Das tat mir auch gut und prägte mich.»
Nach seiner Rückkehr schloss er sich der Organisation des EV Zug an und machte die Matura. Daneben kam er in der Saison 2024/2025 erstmals in der höchsten Schweizer Liga zum Einsatz. In der National League, so Simmchen, sei das Spiel schneller, und es müsse noch mehr auf Details geachtet werden. «Jede Minute, die ich auf diesem Level erhalte, ist für mich sehr wertvoll.» Als Goalie müsse man sowohl bei einem deutlichen Rückstand als auch bei einer klaren Führung «einfach weiterspielen».
In der letzten Saison kam er in der Swiss League auf 14 Spiele bei La Chaux-de-Fonds und auf eine Fangquote von 86,8 Prozent. Aktuell pendelt Simmchen zwischen Klotens Partnerteam Thurgau und den Flughafenstädtern. «Ich trainiere immer mal wieder bei Kloten, wenn ich in Thurgau freihabe.»
In Kloten schätzt er vor allem die Zusammenarbeit mit Top-Keeper Reto Berra, der ihm viel mitgeben könne: «Er hat extrem viel Erfahrung und hat Sachen gewonnen, die ich auch mal gewinnen will.» Berra tausche sich auch mit ihm aus, wofür er sehr dankbar sei, so Simmchen. Vom Headcoach Michael Liniger bekam er einfach mit auf den Weg, «Spass zu haben». Der Spass war insofern beschränkter Natur, weil das Team natürlich anders auftreten möchte, als dies gegen Biel der Fall gewesen war.