Kimi Körbler nach U20-WM-Hoch wieder zurück

Richard Stoffel

Kimi Körbler zählt zu den Zukunftshoffnungen beim EHC Kloten. Der auf diese Saison hin von Ottawa 67’s zu den Flughafenstädtern gestossene Stürmer bestritt die U20-WM in den USA und erreichte mit dem Schweizer Team den Viertelfinal.

Am Samstag absolvierte er im Heimspiel gegen Genève-Servette sein erstes Spiel seit der Rückkehr und sein siebtes Ligaspiel insgesamt für Kloten. Ansonsten stürmt er für Thurgau. «Ich habe einen Monat ein anderes System gespielt. Für ein erstes Spiel zurück war es okay», sagte Körbler zu seiner knapp zehnminütigen Eiszeit. Andere Angriffsauslösungen und ein anderes Backchecking beim U20-Nationalteam hätten Anpassungen erfordert. «Ich wusste aber, was hier in Kloten zu tun ist. Es war einfach ein Switch im Gehirn.» Körbler trainiert jeweils mit jenem Team, für das er das nächste Spiel bestreitet – abwechselnd bei Thurgau oder in Kloten. Am Samstag stand er mit Kloten gegen Genf im Einsatz, danach trainierte er wieder bei Thurgau.

Die U20-WM bleibt für Körbler eine prägende Erinnerung. «Es war das letzte Zusammentreffen mit vielen Spielern, mit denen ich die letzten vier Jahre in den Junioren-Nationalteams verbracht habe.» Persönliches Highlight war das dritte Vorrundenspiel gegen Deutschland, als er nach Einsätzen als 13. Stürmer in den ersten beiden Partien in die dritte Linie rückte und beim 4:0-Erfolg die Treffer zum 1:0 und 3:0 erzielte.

Lob und klare Aufträge

Der Zusammenhalt im Team sei sehr gut gewesen. «Es war eine riesige Teamleistung von A bis Z.» Gegen den nachmaligen Silbermedaillengewinner Tschechien habe letztlich das eine oder andere «smarte Play» gefehlt. Im Exit-Gespräch habe der Trainerstab um Jan Cadieux vor allem gelobt, dass Körbler trotz wenig Eiszeit in den ersten beiden Spielen bereit geblieben sei. «Mir wurde aber auch gesagt, dass ich noch konstanter werden müsse – im Spiel und im Training immer 100 Prozent geben.» Insgesamt sei das Gespräch sehr positiv verlaufen.

Von Cadieux, der nach der Heim-WM als Nachfolger von Patrick Fischer das Schweizer Nationalteam als Headcoach übernehmen wird, ist Körbler angetan. «Ich halte sehr viel von ihm. Auch wenn ich selbst viel ‹dran› kam. Aber er versuchte, das Beste aus einem herauszuholen.» Von der U20-WM will Körbler die Intensität und das Tempo nun in den Liga-Alltag mitnehmen – sei dies in der Swiss oder in der National League.