Bernd Wolf als «Schaf im Wolfspelz»
Verteidiger Bernd Wolf nannte «Kampfgeist und Zusammenhalt» als Klotener Erfolgsschlüssel beim Auswärtssieg in Ambri und folgerte: «Das muss auch unsere Identität für den Rest der Saison sein. Wir können nur uns selbst beeinflussen, auch gegen die Topteams müssen wir punkten. Und wie wir trainieren, ist dafür auch wichtig.»
Am nächsten Derby werden 16 Trikots mit Wolfs Rückennummer 16 zugunsten der Nachwuchsabteilung des EHC Kloten verkauft – allerdings nicht mit Wolfs Namen, sondern mit dem Schriftzug «Schaf». Hintergrund ist eine Episode aus dem letzten Derby gegen die ZSC Lions. Der «Blick»-Reporter und ehemalige Nationalverteidiger Dino Kessler thematisierte in einem Video-Kommentar Wolfs Zweikampf mit Lions-Stürmer Sven Andrighetto und bezeichnete den Österreicher im Klotener Dress als «lästigen Siech, Ärgernis und Schaf im Wolfspelz». Wolfs unnachgiebige Störarbeit erzürnte Andrighetto in jener Szene derart, dass dieser auf den Klotener einprügelte und auf die Strafbank geschickt wurde. Wolf schilderte die Situation gegenüber dem «Klotener Anzeiger» so: «Wir hatten keinen Torhüter drin für die letzten paar Minuten. Ich versuchte, Andrighetto an die Bande zu binden, dann bemerkte ich, dass er ausholt. Da war mir klar, dass ich diese Schläge jetzt einstecken muss fürs Team, damit wir eine Powerplay-Möglichkeit erhalten und das Spiel noch ausgleichen können. Und das ist mir sehr viel wichtiger, als wenn ich zehn Schläge kassiere. »
Wolfs selbstironische Replik in gekürzter Version auf den sozialen Medien lautete: «Nachdem ich von meinem wahrscheinlich nicht grössten Fan entlarvt worden bin, entstand die Idee für meinen richtigen Namen, nämlich Schaf.» Gegenüber dem «Klotener Anzeiger» ergänzte Wolf: «Wir haben uns einfach gedacht: Er gibt uns eine Plattform, wir können etwas daraus machen und Geld für den Nachwuchs generieren.»