Tschernobyl ist schon 40 Jahre her
… aber noch immer leiden dort Menschen. Diesen Sonntag lädt der Verein «Kinder von Tschernobyl» deshalb zu einem Gedenkanlass nach Opfikon. Denn vor genau vier Jahrzehnten ereignete sich der bislang grösste Unfall bei der friedlichen Nutzung von Atomenergie.
Am 26. April 1986 verseuchte der Reaktorunfall von Tschernobyl weite Landstriche in der damaligen Sowjetunion; aber auch in Europa ging radioaktiver Niederschlag nieder. Tausende Menschen erkrankten in der Folge an Schilddrüsenkrebs, besonders Kinder. Die Zahl der Toten ist bis heute unbekannt.
Um die Langzeitfolgen wenigstens etwas zu mildern, wurde 1999 in Opfikon der Verein «Kinder von Tschernobyl» gegründet. Er ermöglichte es während Jahren, dass jeweils 30 Kindern aus Belarus im Sommer ein paar Wochen zur Erholung bei Gastfamilien in der Schweiz verbringen konnten.
Seit 2023 ist es wegen des Ukraine-Krieges und der schwierigen politischen Lage im benachbarten Belarus nicht mehr möglich, den nach wie vor leidenden Menschen so zu helfen. Doch um die Erinnerung wach zu halten und die Lehren daraus nicht zu vergessen, veranstaltet der Verein diesen Sonntag einen Gedenkanlass im besinnlichen Rahmen. Man trifft sich um 14.45 Uhr beim (oberen) Opfiker Dorfbrunnen oder um 15. Uhr beim Apfelbaum, den die Kinder von hier einst für die Kinder von Tschernobyl gepflanzt hatten. Vor Ort gedenkt man dem Reaktorunglück und weiht eine neue Tafel ein. Anschliessend geht man zurück ins Kirchgemeindehaus Sankt Anna, wo ab etwa 16 Uhr die Gedenkfeier stattfindet. Danach ist Zeit für einen Apéro riche, gemütliches Beisammensein und angeregte Gespräche. Es wird um Anmeldung gebeten, damit entsprechend geplant werden kann. Anmeldeschluss ist der 23. April 2026, 17 Uhr.
Informationen gibt es unter diesem Link.