Nachwuchsarbeit, die Früchte trägt

Dennis Baumann

Der Panathlon Club Zürcher Unterland hat kürzlich den Triathlonclub 3star cats Wallisellen und den VBC Züri Unterland aus Kloten für ihre herausragende Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Beide Vereine erhielten an der Sportlerehrung in Wallisellen je 2000 Franken.

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die selbst den Präsidenten des Panathlon Clubs Zürcher Unterland (PCZU) ins Schwärmen bringt. «Ich hätte die 3star cats gerne schon vor zwei Jahren vorgeschlagen», sagt Thomas Reutener, der an der Preisverleihung auch die Laudatio für den Walliseller Triathlonclub hielt. Dass der erst 13-jährige Verein nun den Nachwuchspreis erhält, sei, so der ehemalige Geschäftsführer der Sportanlagen AG Wallisellen, mehr als verdient: Die 3star cats stellen 2026 mit 25 Kaderathletinnen und -athleten die grösste Kaderdelegation aller Schweizer Triathlonklubs.

Besonders das Jahr 2025 war ein Ausnahmejahr, wie Reutener in seiner Laudatio ausführte. An den Junioren-Europameisterschaften in Kitzbühel gewann die 3star-cats-Athletin Kimey Casanova Bronze in der U18 und Gold im Mixed Team von Swiss Triathlon. An den Schweizer Meisterschaften in Zürich holten die Walliseller gleich mehrere Podestplätze in der U16 und U18, dazu kamen zwei Schweizer-Meister-Titel in der Mixed Team Relay und ein weiterer in der Regio League.

«Wir wurden entdeckt»

Für Kathleen Massow, sportliche Leiterin und Cheftrainerin der 3star cats, hat die Auszeichnung einen besonderen Stellenwert. «Wir haben noch nie für den gesamten Nachwuchs einen Preis gewonnen», sagt sie. Denn Triathlon sei zwar keine Randsportart, aber eine Nische und auf Sichtbarkeit angewiesen.

Dass der Verein überhaupt für den Preis nominiert wurde, war keine gezielte Bewerbung. Massow erzählte Thomas Reutener bei einem Apéro des Zürcher Kantonalverbands für Sport von den Erfolgen ihrer Athletinnen und Athleten. Er war beeindruckt und schlug den Verein im PCZU vor. «Wir haben einfach unsere Nachwuchsarbeit gemacht und wurden entdeckt», sagt Massow. Auch die 15-jährige Bronze- und Goldmedaillen-Trägerin Kimey Casanova freut sich über die Ehrung. «Es ist für uns alle eine Ehre und ein gutes Zeichen für den Nachwuchs unseres Vereins», sagte sie.

Das Rezept hinter dem Erfolg: ein über Jahre aufgebautes Leistungszentrum, gute Bedingungen dank der Stadt Wallisellen und Sponsoren, und ein konstantes Trainerteam mit zwei Vollzeitangestellten, erklärt Cheftrainerin Massow. «Unsere Nachwuchstrainer sind jung und können die Kinder dadurch sehr gut begeistern.» Was mit dem Preisgeld geschieht, ist noch nicht fertig besprochen, doch Massow hat schon eine Idee: «Eine gemeinsame Fahrt in den Europapark. Auf jeden Fall etwas, das wir unserem Nachwuchs zurückgeben.»

Grösster Volleyballclub der Region

Neben den 3star cats wurde auch der VBC Züri Unterland aus Kloten ausgezeichnet. Der 1977 gegründete Verein zählt über 400 Mitglieder in rund 30 Mannschaften, zwei Drittel davon im Nachwuchsbereich. Thomas Keller, PCZU-Mitglied, hielt die Laudatio. Von der U10 bis zur U23 bietet der Klub eine durchgängige Ausbildung. Die Qualität zeigt sich an den Resultaten: Die Juniorenteams holten Regionalmeistertitel in der U18 und U20 und ­vertraten den Kanton Zürich an den Schweizer Meisterschaften. An den United World Games, Europas grösstem Jugendsportevent, erreichten die Jungen in den letzten zwei Jahren einen dritten und  zwei vierte Plätze.

Der Panathlon Club Zürcher Unterland ist einer von 32 Panathlon-Klubs in der Schweiz und Teil der internationalen Vereinigung Panathlon International, die in 24 Ländern vertreten ist. «Alle unsere PCZU-Mitglieder sind oder waren auch bei Zürcher Unterländer Sportvereinen aktiv engagiert», erklärt Vizepräsidentin Doris Klein.

Die 42 Mitglieder finanzieren mit ihren Jahresbeiträgen die Nachwuchspreise. Wer ausgezeichnet wird, entscheidet die Generalversammlung anhand klarer Kriterien wie Teilnahmen an Schweizer oder Europa-Meisterschaften.

«Es geht darum, sichtbar zu machen, was für Leistungen hier erbracht werden», sagt PCZU-Präsident Thomas Reutener. Neben der Sportlerehrung organisiert der Klub Referate zu sportlichen Themen – zuletzt etwa mit der Radsportlerin Noemi Rüegg, die an den Olympischen Spielen 2024 den siebten Platz im Strassenrennen belegte.

Die letzten Opfiker Sportler, die mit einem Preis bedacht wurden, waren die Rhythmische Gymnastik (2020) und der Kunstturner Henji Mboyo (2017).