Bootsbauer: Mit allen Wassern gewaschen
Schiffsmodellbau ist ein Hobby, das viele Fähigkeiten fördert – und ein Leben lang faszinieren kann. Im Freizeitbad Opfikon konnte man vor Eröffnung der Badesaison einen Eindruck davon bekommen.
Der Name «Firefly» (englisch für Glühwürmchen) ist für dieses Modellboot durchaus passend: Es fährt mit Dampf. Erzeugt wird er durch Gas, das den Miniaturkessel erhitzt und gut 3 Bar Druck erzeugt. «Mit einer Füllung fährt man etwa 20 Minuten», weiss Erbauer Karl Meyer (Bild) aus Erfahrung. Und die hat er reichlich: Seit Jahrzehnten baut er Modellschiffe, manchmal mehrere pro Jahr, zuerst Verbrenner, dann wegen des Lärms klassische Segler und seit einigen Jahren dampfbetriebene – etwa das DS «Greif» vom Greifensee. In seinem Keller stehen sie im Dutzend. «Wenn mir der Platz ausgeht, verkaufe ich auch mal eines», auch seiner Frau zuliebe. Neben der Technik – von der Elektronik der Fernsteuerung über die Elektrik des Ruderservos bis zur Dampfmaschine im Wert eines Occasionsautos – fasziniert den «ungefähr» 68-Jährigen die Kreativität, die er hier ausleben kann. «Und so friedlich auf dem Wasser dahingleiten ist einfach beruhigend.»