Weder süss noch sauer: Eier an der Wand

Roger Suter

In Opfikon hielt sich die Zerstörungswut an Halloween in Grenzen. Die Polizei rückte 14-malaus. Dabei flogen auch Eier gegen Häuser.

Die Stadtpolizei Opfikon notierte während Halloween auf dem Stadtgebiet insgesamt 14 Ausrückeinsätze. Diese erfolgten mehrheitlich wegen vermummter Jugendlicher, die mit Pyros und Knallkörper Unfug trieben, teilte die Stadt auf Anfrage des «Stadt-Anzeigers» mit. Allerdings seien auch dieses Jahr Eier gegen Hausfassaden, auf Balkone und gegen Fenster geworfen worden. Fensterscheiben und Balkone können die Geschädigten in der Regel selbst reinigen. Verunreinigte Hausfassaden hingegen müssen durch Fachbetriebe saniert werden. 

Über die Höhe des entstandenen Schadens gibt die Stadtpolizei keine Auskunft. Sie kontrollierte auch mehrere Personen, stellte aber keine Gegenstände sicher. Der Halloween-Abend sei mit jenem vom Vorjahr vergleichbar gewesen, heisst es weiter. Die Stadtpolizei habe bereits ab Mittag vermehrte Präsenz bei den polizeilichen Hotspots auf dem Stadtgebiet gezeigt. Dabei wurde sie von einer privaten Sicherheitsfirma mit vier Doppelpatrouillen unterstützt. Sie überwachten vor allem die den Schulanlagen und den Opfikerpark. 

Kanton: Drei grosse Einsätze

Im übrigen Kanton waren die Patrouillen der Kantonspolizei und der Kommunalpolizeien am Halloween-Abend stark gefordert. Sie rückten zu insgesamt mehr als 130 Einsätzen aus. Am Rande des Zürcher Eishockeyderbys in Kloten wurde ein Polizist verletzt. Zudem unterstützte die Kantonspolizei die Stadtpolizei Zürich bei deren Einsatz im Kreis 4.

Viele Gruppen verkleideter Kinder und Jugendlicher zogen nach Einbruch der Dunkelheit friedlich in ihren gruseligen Kostümen durch die Strassen – teilweise in Begleitung von Erwachsenen. Trotzdem mussten die Polizeikräfte im ganzen Kantonsgebiet mehr als 50 Meldungen über das Abbrennen von Böllern oder Feuerwerk nachgehen. Neben rund 60 Interventionen wegen Unfugs wurden rund ein Dutzend Sachbeschädigungen und kleinere Brände registriert. Zudem kam es zu einigen tätlichen Auseinandersetzungen.

Randale auch nach Hockeymatch

Die Polizei mit zusätzlichen Einsatzkräften im Einsatz. In der Einsatzzentrale der Kantonspolizei wurden am Samstagabend um 22 Uhr rund 80 Polizeieinsätze gleichzeitig koordiniert.

Auffällig war, dass in verschiedenen Bezirken mehrere Halloween-Partys von Unbekannten gestört wurden, weshalb die Polizei gerufen werden musste. In Küsnacht und Meilen wurden Jugendliche von Unbekannten mit Böllern, Schlagringen und Pfefferspray bedroht und zur Herausgabe eines Portemonnaies, einer Uhr und von Jacken gezwungen.

Die Kantonspolizei stand zudem am Samstagabend in Kloten am Rande des Eishockeyderbys mit Ordnungsdienstkräften im Einsatz. Nach dem Spiel wurden die Polizistinnen und Polizisten von Fanchaoten des ZSC massiv mit Feuerwerk, Raketen und Böllern angegriffen. Dabei wurde ein Polizist leicht verletzt. Die Polizei setzte Gummischrot ein.

Zu einem dritten grösseren Einsatz kam es in der Nacht auf Sonntag in der Stadt Zürich. Dort unterstützte die Kantonspolizei die Stadtpolizei bei deren Ordnungsdiensteinsatz im Kreis 4. Dabei verhaftete sie einen 19-jährigen und einen 21-jährigen Schweizer, die auf einer Baustelle mutmasslich Wurfgegenstände sammelten. Beide trugen Vermummungsmaterial und Waffen auf sich. Zudem wurden am Samstagabend 18 Wegweisungen ausgesprochen.