Tierischer Besuch in der Badi Opfikon

Karin Steiner

Zum dritten Mal war der Zoo Hasel im Freizeitbad Opfikon zu Gast. In grosszügigen Gehegen genossen Tiere wie Pferde, Ponys, Esel, Schafe und Lamas im Schatten der Bäume das gute Wetter und die Streicheleinheiten der begeisterten Kinder. Auch Ponyreiten stand auf dem Programm.

«Ach, der ist so süss», schwärmt die 11-jährige Chiara Guadagnini und streicht dem Pferd liebevoll über die weichen Nüstern, während dieses genussvoll die Augen schliesst und sich die Streicheleinheit gerne gefallen lässt. «Ich bin ein grosser Pferdefan», sagt Chiara. «Ich war auch schon einmal in einem Reitlager, aber ­leider gibt es in unserer Nähe keinen Reitstall, bei dem ich regelmässig reiten kann.» Doch in dieser letzten Sommer­ferienwoche kam Chiara trotzdem auf ihre Rechnung: Fast täglich fuhr sie mit ihrer Familie aus Affoltern nach Opfikon, um den Tieren nahe zu sein.

Auch dem 8-jährigen Bernardo haben es vor allem die Pferde angetan. Überall sucht er nach frischem Gras, das er den Pferden reichen könnte, doch das ist nach den langen, regenfreien Hitzewochen nur schwer zu finden. «Ich finde es ganz toll, dass es in der Badi Tiere hat», verkündete die 7-jährige Natasha. «Von mir aus könnte das immer so sein.»

Abwechslung für die Tiere

Während fünf Tagen gastierte der Zoo ­Hasel, der im aargauischen Remigen zu Hause ist, im Freizeitbad Opfikon. «Es war super», zieht Geschäftsleiterin Cornelia Da Silva Bilanz. «Es gab keinen Regen, und somit hatten wir viel Publikum. Die Tiere geniessen die Abwechslung vom Alltag im heimischen Zoo.»

 

«Der Besuch des Zoos Hasel war für uns ein grosser Erfolg. Viele neue Gäste besuchten uns.»

Peter Pfluger, Betriebsleiter Freizeitbad Opfikon

 

Gemeinsam mit Helferinnen war sie rund um die Uhr vor Ort und übernachtete auch bei den Tieren im Zelt. Die Badegäste und vor allem die Kinder erfreuten sich an den Pferden, Ponys, Schafen und Lamas, und sogar zwei grosse Landschildkröten gab es zu bewundern. Bei den ­Gehegen gab es Infotafeln, die Wissenswertes über die Tiere vermittelten, und das Team vor Ort beantwortete zudem gerne die Fragen der Besucherinnen und Besucher. Höhepunkt des tierischen Besuchs für die Kinder war jeweils nachmittags das Ponyreiten, und wer genug vom Streicheln hatte, vergnügte sich auf der Hüpfburg oder kühlte sich im Schwimmbecken wieder ab.

«Der Besuch des Zoos Hasel war für uns ein grosser Erfolg», bestätigt Peter Pfluger, Betriebsleiter des Freizeitbads Opfikon. «Wir haben auch ausserhalb von Opfikon Werbung für den Anlass gemacht, und entsprechend viele Familien aus umliegenden Gemeinden kamen vorbei und erfreuten sich an den Tieren. Wir hoffen natürlich, dass der eine oder andere Gast von unserer schönen Badi begeistert ist und uns auch später wieder besucht.» Ein weiterer Anlass, der Hunderte Gäste anlockte, war das Sommerfest am Samstagabend.  «Es gab kaum mehr einen freien Platz», so Peter Pfluger. Mit seinen innovativen Ideen macht der Betriebsleiter das Freizeitbad Opfikon immer wieder zu ­einem Anziehungspunkt weit über die Gemeindegrenzen hinweg. Schon bald steht der nächste Grossanlass an: das Hundeschwimmen Mitte September, das letztes Jahr über 800 Menschen mit ihren Vierbeinern nach Opfikon lockte.

Am Sonntagabend brach der Zoo Hasel seine Zelte im Freizeitbad ab und brachte die Tiere in Pferdeanhängern zurück in den heimischen Zoo in Remigen, wo sie gemeinsam mit anderen Tieren weiter auf viele Streicheleinheiten von begeisterten Kindern zählen können.

Zoo Hasel: Streichelzoo statt Raubtierhaltung

Der Zoo Hasel wurde bereits 1969 im aargauischen Remigen gegründet und ist seit 1998 im Besitz von Rolf Wernli. Seit 2006 ist seine Tochter Cornelia Da Silva Geschäftsleiterin. Sie löste die umstrittene Raubtierhaltung auf und verwandelte den Zoo nach und nach in einen Streichelzoo. Zu sehen sind dort nebst Dromedaren, Stachelschweinen, Ponys und Schafen auch frei laufende Tiere wie Pfaue, Minipferde und Zwergziegen, aber man kann auch exotische Tiere wie Affen, Nasenbären, Papageien, Schlangen oder Schildkröten bewundern. Weitere Attraktionen sind das Ponyreiten oder Fahrten mit dem Zügli.