Swiss-Jahresbilanz: Ein Viertel weniger Gewinn
Die Swiss hat im vergangenen Jahr 502,2 Millionen Gewinn verbucht – 26,6 Prozent weniger als im Rekordjahr 2024. Schuld seien der Wettbewerb, die schwankende Nachfrage sowie Gebühren und Wartungskosten.
«2025 war für Swiss ein Jahr der Gegensätze», so Jens Fehlinger, Chief Executive Officer (CEO) von Swiss, in einem Communiqué. «Wir haben mit dem A350, der neuen Kabine und Swiss Senses stark in unsere Zukunft investiert. Gleichzeitig haben hoher Wettbewerbsdruck, steigende Kosten und fehlende Ressourcen unser Wachstum behindert.» Der Ergebnisrückgang zeige klar, dass die Swiss ihre Kosten senken und effizienter werden müsse. Gemäss Finanzchef Dennis Weber hätten eine volatile Nachfrage sowie steigende Gebühren und Wartungskosten Spuren im Ergebnis hinterlassen. «Auch das Frachtgeschäft blieb hinter dem Vorjahresniveau zurück, da wir überdurchschnittlich stark von geopolitischen Unsicherheiten betroffen waren.» Entlastend hätten sich hingegen die vorteilhaften Treibstoffpreise ausgewirkt.
Während der Gewinn also um gut einen Viertel eingebrochen ist, sank der Umsatz nur um 2,6 auf 5,5 Milliarden Franken. Damit die Swiss wieder profitabel wachsen kann, dafür soll unter anderem ein unternehmensweites Kostensparprogramm sorgen, woraus bessere Zusammenarbeit, schlankere Strukturen und digitalisierte, automatische Prozesse mit neuen Technologien folgen sollen.
Laut Fehlinger soll Fliegen auch in Zukunft bezahlbar bleiben, um die Schweiz mit der Welt zu verbinden und den Wirtschaftsstandort sowie den Tourismus zu stärken.
Operativ habe die Swiss mit anhaltenden operativen Engpässen zu kämpfen gehabt – etwa, weil sowohl Flugzeuge mangels verfügbarer Triebwerke als auch Crews länger als geplant am Boden bleiben mussten. In der Folge konnte die Swiss trotz neuer Flugzeuge die Kapazität nicht wie vorgesehen ausbauen.
Positiv vermerkt die Lufthansa-Tochter, dass die durchschnittliche Pünktlichkeit um 4,1 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent gestiegen ist. Die Stabilität des Flugplans erreichte mit einem Plus von knapp einem Prozentpunkt 98 Prozent – als Resultat gezielter Massnahmen und eines grossen Engagements der Mitarbeitenden von Swiss. Mit rund 18,1 Millionen Passagieren und 143 000 Flügen bewegte man sich 2025 in etwa auf Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Auslastung der Swiss-Flüge lag bei 83,3 Prozent und damit um 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. (pd./rs.)
Doris Russi Schurter tritt aus dem Verwaltungsrat zurück
Nach zehn Jahren tritt Doris Russi Schurter per 31. März aus dem Swiss-Verwaltungsrat zurück. Nach der Pandemie habe sie massgeblich zur strategischen und operativen Erholung und zur «Swissness» in der Lufthansa-Tochter beigetragen. Wertvoll seien auch die Kenntnisse in Finanzen und Unternehmensführung der im In- und Ausland renommierten Juristin gewesen. Der Nachfolgeprozess läuft.