Stadtrat wie gehabt, aber Verschiebungen im Parlament

Roger Suter

Die Wahlen in Opfikon waren geprägt von der hohen Stimmbeteiligung. Im Stadtrat bleibt alles beim alten. Im Gemeinderat aber legen FDP und SP zu, während die Kleinparteien Sitze einbüssen – bis auf den Gemeindeverein.

Das Zählen der Stimmen und in der Folge das Warten auf die Resultate haben am Sonntagnachmittag etwas länger gedauert: Angekündigt auf 15.30 Uhr, mussten sich die knapp 60 Anwesenden eine Dreiviertel Stunde in Geduld üben und mit dem Apéro begnügen, bis Stadtpräsident Roman Schmid und Stadtschreiber Guido Zibung vor sie traten. «So etwas wie vor vier Jahren durfte nicht mehr passieren», begründete Schmid gegenüber dem «Stadt-Anzeiger» die Verzögerung. Damals musste beim Stadtrat mehrmals nachgezählt werden.

Diesmal aber ist das Resultat hieb- und stichfest: Am meisten Stimmen erhielt Roman Schmid (SVP, 1552 Stimmen), vor den beiden FDP-Stadträten Mathias Zika ( 1493) und Ciri Pante (1468). Es folgen Jörg Mäder (NIO@GLP, 1435), Bruno Maurer (SVP, 1317), und Heidi Kläusler-Gysin (EVP, 1254).

Damit hat das Stimmvolk – genauer: die 2501, welche hier mitgewählt haben, die Bisherigen bestätigt. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 27,24 Prozent. Der Stadtrat bleibt mit zweimal SVP, zweimal FDP sowie je einmal NIO@GLP und EVP bürgerlich dominiert.Herausforderer Yuri Fierz (SP) erreichte mit 976 Stimmen zwar ebenfalls das absolute mehr von 852, schied aber als  Überzähliger aus. Somit bleibt der SP auch in der kommenden Legislatur ein Stadtratssitz verwehrt.

Ebenfalls im Stadtrat, aber separat gewählt wurde Reto Bolliger (Mitte). Der einzige Kandidat fürs Schulpräsidium erhielt 1120 Stimmen (Absolutes Mehr 896, Stimmbeteiligung 25,94 Prozent) und nimmt von Amtes wegen im Stadtrat einsitz. Stadtpräsident bleibt Roman Schmid: Er erhielt für diese Funktion 1326 Stimmen.

FDP und SP gewinnen

Das Opfiker Parlament der nächsten vier Jahre sieht hingegen etwas anders aus: Die FDP, die SP und der Gemeindeverein gewinnen je einen Sitz dazu, die Grünen, die Grünliberalen und die EVP verlieren je einen. Die FDP stellt neu 8 Ratsmitglieder; gleich viele wie die SVP, die damit erfolgreich ihre lokale Jungpartei (bisher 2 eigene Sitze) integriert hat. Die SP hält neu 7 Sitze, der Gemeindeverein verfügt nun über 4 Mandate. Damit ist die Kleinpartei, die es nur in Opfikon gibt, die viertstärkste Kraft im Rat.

Federn lassen mussten dafür andere Kleinparteien: Die Grünen, vor vier Jahren erstmals in Opfikon angetreten und mit gleich drei Sitzen belohnt, müssen nun einen abgeben. Auch die Grünliberalen büssen einen Platz im Rat ein und besetzen noch deren zwei. Und die EVP stellt künftig noch einen statt zwei Gemeinderäte.  Weiterer Artikel Seite 3