Regionalkonferenz wählt Roman Schmid
Der Opfiker Stadtpräsident Roman Schmid ist neuer Präsident von «glow. das Glattal». Bassersdorfs Gemeindepräsident Christian Pfaller übernimmt das Amt des Stellvertreters.
Der Verein «glow. das Glattal» – kurz Glow – hat gemäss einer Mitteilung ab Anfang Juli mit dem Opfiker Stadtpräsidenten Roman Schmid (SVP) einen neuen Präsidenten; sein Stellvertreter ist nun Bassersdorfs Gemeindepräsident Christian Pfaller (SVP). Beide wurden einstimmig von den Delegierten der Regionalkonferenz in den Räumen der Burri Public Elements AG in Glattbrugg gewählt.
Schmid tritt somit die Nachfolge von Edith Zuber an: Die scheidende Gemeindepräsidentin von Dietlikon stand seit 2020 an der Spitze des Verbunds von acht Zürcher Gemeinden und hat diesen erfolgreich vorangetrieben. Auch verabschiedet sich ihre Stellvertreterin Marlis Dürst, die das Amt als Gemeindepräsidentin von Wangen-Brüttisellen niederlegt.
«Gemeinsam können wir etwas erreichen», lässt sich Roman Schmid in der Mitteilung zitieren. Glow ist laut dem neuen Präsidenten nicht nur ein Kreis, in dem sich politische Vertretende über ihre Erfahrungen austauschen.
Glow vereint acht Zürcher Gemeinden mit rund 130 000 Einwohnenden: Bassersdorf, Dietlikon, Dübendorf, Kloten, Opfikon, Rümlang, Wallisellen und Wangen-Brüttisellen. Sie verstehen ihre Region als Netzstadt und gehen gemeinsam Problemstellungen an, die über Gemeindegrenzen hinweg relevant sind. Diese Ambition stellten die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen an der Regionalkonferenz mit ihren Berichten unter Beweis.
Opfikons Stadträtin (EVP) ging auf soziale Fragen ein. Laut ihren Aussagen suchen die Gemeindeverantwortlichen nach Lösungen, wie Personen mit psychosozialen Problemen und Suchterkrankungen besser untergebracht werden können.
Für den Bereich Jugend präsentierte Selina Stampfli (SP) aus Bassersdorf unter anderem eine Initiative, um die politische Partizipation zu fördern. Stampfli gibt den Vorsitz der Arbeitsgruppe Jugend ab, da sie aus beruflichen Gründen aus dem Gemeinderat ausscheidet.
«Die Regionalkonferenz stand im Zeichen einer personellen Erneuerung der Steuerungsgruppe», schreibt Glow in der Mitteilung weiter. Neben Edith Zuber und Marlis Dürst verlasse auch der Klotener Stadtpräsident René Huber (SVP) die politische Bühne, die er viele Jahre mitgeprägt habe. Er war Mitbegründer des Wirtschaftsnetzwerks Flughafenregion Zürich und ihr erster Präsident.
Auch Peter Spörri (SP) hat sein Amt als Stadtpräsident von Wallisellen abgegeben und wechselt in den Ruhestand. Im Netzwerk ist für Glow die Zürcher Planungsgruppe Glattal (ZPG) mit Präsident Benno Hüppi ein wichtiger Partner: Der ehemalige Gemeindepräsident von Schwerzenbach berichtete nun ein letztes Mal über die Aktivitäten der ZPG.
Widerstandsfähigkeit bewahren
Thematisch wurde mit einem Gastbeitrag im Anschluss an die statutarischen Geschäfte zudem ein Fokus auf die wirtschaftliche Lage gelegt. Der Referent Dr. David Marmet, Chefökonom Schweiz der Zürcher Kantonalbank, ging etwa auf die Konsequenzen des Irankonflikts oder des starken Frankens ein. Dabei stellte er sich klar gegen Alarmismus und sah trotz der globalen Verwerfungen Grund zu vorsichtigem Optimismus. «Das Risiko einer Rezession in der Schweiz ist dank der widerstandsfähigen Wirtschaft gering», sagte Marmet gemäss Mitteilung. In Bezug auf den Kanton Zürich gab er zu bedenken, dass der Wohlstandsvorsprung schwinde. Laut aktueller Zahlen wüchsen das Einkommen und Vermögen pro Kopf unterdurchschnittlich.
Gastgeber Burri Public Elements gewährte den Delegierten einen Blick hinter die Kulissen des Betriebs. Laut Martin Burri als Vertreter der vierten Generation des Familienunternehmens sind in allen Glow-Gemeinden Produkte von Burri vertreten. Der Spezialist für Stadtmobiliar und andere Infrastrukturelemente im öffentlichen Raum gestaltet etwa Strassenlampen oder Bushaltestellen.