Region in Kürze

Die Kantonspolizei Zürich hat kürzlich zusammen mit der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) in Brüttisellen ein illegales Pokerturnier gestoppt und dabei im Lokal weitere Verstösse festgestellt.

Brüttisellen: Illegales Poker­turnier gestoppt

Nach Polizeiangaben fand die Durchsuchung im  Auftrag und unter der Leitung der Eidgenössischen Spielbankenkommission statt. Dabei wurden zwölf Personen kontrolliert, die sich an einem illegalen Pokerspiel beteiligten. Darunter befanden sich ein 40-jähriger Italiener, ein 47-jähriger Grieche und eine 52-jährige Österreicherin, die mutmasslich als Organisatoren des Pokerspiels auftraten. Sie werden zusammen mit den Betreibern und Inhabern des Lokals, einer 25-jährigen Rumänin und einem 44-jährigen Schweizer, angezeigt.

Bei der Durchsuchung stellten die Kantonspolizisten diverse für das Geldspiel verwendete Gegenstände wie Jetons oder Pokertische sowie weitere Beweismittel und über zweitausend Franken Bargeld sicher. Ferner wurden Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Gastgewerbegesetz und das Tabakproduktegesetz festgestellt und auch eine ­Person festgenommen, die unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug lenkte. Der mutmassliche Dealer des Pokerspiels, ein 42-jähriger Österreicher, wird wegen fehlender Arbeitserlaubnis angezeigt. Die vorgenannte 52-jährige ­Österreicherin war mehrfach wegen unbezahlter Bussen zur Verhaftung ausgeschrieben. Ferner sind nach Polizeiangaben in den Räumlichkeiten mehrere baurechtliche und feuer­polizeiliche Missstände festgestellt worden, die der Gemeinde Wangen-Brüttisellen für weitere Abklärungen mitgeteilt wurden.  (pd.)

Mann wirft Brandsatz im Bahnhof Oerlikon

Am Dienstagnachmittag, 20. Oktober, kurz vor 16 Uhr warf ein Vermummter im Bahnhof Oerlikon einen sogenannten «Molotowcocktail» von einem Perron auf den gegenüberliegenden und flüchtete. Er konnte dank Passanten festgenommen werden.

Gemäss jetzigen Erkenntnissen zündete der Mann auf dem Perron zwischen den Gleisen 4 und 5 eine Glasflasche an und warf diese über die Gleise in Richtung eines Treppenabgangs auf einen anderen Perron, wo die Flasche zerbrach und sich der Inhalt entzündete. Anschliessend flüchtete der Täter über die Gleise in Richtung ABB-Areal. Kurz danach konnte der mutmassliche Täter, ein 33-jährige Schweizer, ­unweit des Bahnhofs Oerlikon von Passanten gestoppt und bis zum Eintreffen der Polizei zurückgehalten werden. Hintergründe und Motiv der Tat sind noch unklar.

Um diese Zeit hielten sich viele Pendlerinnen und Pendler auf den verschiedenen Perrons auf. Glücklicherweise liegen bis jetzt keine Angaben zu verletzten Personen vor.  Auch der Bahnbetrieb musste zu keinem Zeitpunkt unterbrochen werden. Die Stadtpolizei Zürich sucht aber diejenigen Personen, die in unmittelbarer Nähe des Brandsatzes standen.  (pd.)

Zeugenaussagen an Stadtpolizei Zürich, Tel. 0 444 117 117

 

Wallisellen: Polizei bremst Drängler aus

Während rund einer Stunde führte die Kantonspolizei Mitte Oktober auf der A1 bei der Autobahnverzweigung Richtung Zürich-City beim Heizkraftwerk eine Verkehrskontrolle durch. Im Fokus standen Autofahrerinnen und Autofahrer, die auf der Fahrspur Richtung City an der Kolonne Richtung St. Gallen vorbeifuhren, um kurz vor der Verzweigung die Sicherheitslinie zu überqueren und sich weiter vorne in den Verkehr einzureihen.

Solche Fahrmanöver sind gefährlich und beeinträchtigen den ohnehin dichten Feierabendverkehr zusätzlich. Mit der gezielten Kontrolle macht die Kantonspolizei darauf aufmerksam, dass Fahrbahnmarkierungen und Verkehrssignale auch bei stockendem Verkehr einzuhalten sind. (pd.)

Kanton Zürich: Mehr Geld für armutsbetroffene Kinder

Als einer der ersten Kantone der Schweiz erhöht Zürich zum kommenden Jahr den Grundbedarf in der Sozialhilfe für Kinder und Jugendliche. Sie erhalten 50 Franken mehr monatlich, hat der Regierungsrat ­beschlossen. Damit kommen aber auch Mehrkosten auf die Gemeinden zu.

Der Zuschlag für Minderjährige zum Grundbedarf wird bis zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit ausgezahlt. ­Zusätzlich erhalten Familien in der Sozialhilfe ab Januar 2027 angepasste, sogenannte situationsbedingte Leistungen für ausserschulische Freizeitaktivitäten und Förderangebote wie zum Beispiel Musikunterricht oder die Mitgliedschaft in einem Sportverein. Dafür stehen pro Kind und Jahr mindestens 600 Franken zur Verfügung. «Damit verbessern wir die Entwicklungschancen für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche», sagt Sozialminister Mario Fehr. «Materielle Armut stellt ein hohes Risiko für die Entwicklung von Kindern dar.»

Die Anpassungen der Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe wurden von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren Ende Mai beschlossen.

Die Einführung des Zuschlags von 50 Franken für Minderjährige zum Grundbedarf führt zu Mehrkosten in der Sozialhilfe. Es ist jährlich mit rund 2 Millionen Franken mehr für den Kanton und mit rund 6 Millionen Franken für die Gemeinden zu rechnen.  (pd.)

 

Smart Glasses rufen Kantonspolitiker auf den Plan

Es gibt sie als Sonnenbrillen, mit klaren Gläsern oder mit Korrekturgläsern. Sie sehen stylish aus und können viel mehr, als Sehschwächen ausgleichen: Die sogenannten Smart Glasses oder Datenbrillen sind technologisch spannende KI-Gadgets. Sie geben Echtzeit-Hinweise, blenden GPS-Navigation ein, übersetzen Sprachen oder nehmen ­Videos auf, wenn es der Träger oder die Trägerin so möchte. Die tragbaren ­Minicomputer sind als digitale Assistenten quasi das Schweizer Sackmesser unter den Brillen – mit einem grossen Haken: Datenschutz und Privatsphäre.

Das Problem ist, dass man mit einigen Smart Glasses fast unbemerkt ­Fotos schiessen oder filmen kann. Auch Tonaufnahmen sind dank Mi­krofon möglich. Und bei vielen Datenbrillen zeigt nur ein kleines LED-Lämpchen an, ob gefilmt wird. Es ist bei Sonnenlicht oder aus der Distanz zum Teil schwer zu erkennen. Ein Traum für jeden Stalker und ein Albtraum für diejenigen, die ungefragt in Bikini oder Badehose auf Social Media auftauchen.

Auch der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) beschäftigt sich mit den KI-Gadgets. «Je mehr Smartbrillen im öffentlichen Raum und in gewerblichen und privaten Umgebungen getragen werden, desto weniger werden sich die Menschen unbeobachtet fühlen, die sich dort aufhalten», schreibt der EDÖB im 33. Tätigkeitsbericht 2025/2026.

Das Thema ist mittlerweile im Zürcher Kantonsrat angekommen. Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete zuerst darüber. Thomas Lamprecht (EDU, Bassersdorf), Janine Vannaz (Die Mitte, Aesch) und Markus Schaaf (EVP, Zell) haben vor kurzem eine entsprechende Anfrage eingereicht. Sie wollen vom Regierungsrat wissen, welche Schritte er als geeignet erachtet, um ein Mitnahme- oder Trageverbot solcher Geräte im öffentlichen Raum einzuführen. Konkret geht es den Politikerinnen und Politikern insbesondere um Sport- und Bade­anlagen wie Hallen- und Freibäder, Saunen oder Turnhallen.

Lamprecht, Vannaz und Schaaf könnten sich auch vorstellen, ein allfälliges Verbot auf privat betriebene, aber öffentlich zugängliche Einrichtungen auszudehnen, darunter Fitnesscenter, Physiotherapiepraxen, ­Privatkliniken, Kongresszentren oder Kindertagesstätten.

Zudem möchten die drei Kantonsrätinnen und Kantonsräte erfahren, ob die Kantonsregierung ein Verkaufsverbot für Smart Glasses als angezeigt erachtet. «Falls ja: Welche Möglichkeiten sieht der Regierungsrat, sich auf Bundesebene für entsprechende Regelungen einzusetzen?» 

 

Arbeitslosenquote bleibt stabil

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich bleibt im September gemäss den neusten Zahlen der Volkswirtschaftsdirektion unverändert bei 2,9 Prozent. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende September über 25 600 Personen als arbeitslos registriert – 355 weniger als im Vormonat.

Eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit verzeichneten die öffentliche Verwaltung und die Sozialversicherungen. Deutlichere Rückgänge gab es hingegen im Handel sowie in der Informations- und Kommunikationsbranche.

Im August waren bei den RAV insgesamt 7605 offene Stellen gemeldet. Damit erhöhte sich deren Zahl gegenüber dem Vormonat um 433.

Die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen bleibt laut Volkswirtschaftsdirektion positiv. (red.)

 

Gwunderbrunnen

29.10.2026 - 09:00
29.10.2026 - 10:00
30.10.2026 - 09:30
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30.10.2026 - 16:00
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02.11.2026 - 14:00
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