Arbeitslosenquote im Juni, Aquarienfische im Fluss, Wahlvorschläge für den Kantonsrat und Sternegucken in den Sommerferien
Saisonal bedingt: Arbeitslosenquote sinkt leicht
Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich ist im Juni von 2,9 auf 2,8 Prozent gesunken. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren 25 413 Personen als arbeitslos gemeldet – 126 weniger als im Vormonat. Dieser saisonbedingte Rückgang fällt jedoch schwächer aus als um diese Jahreszeit üblich. Bereinigt um saisonale Effekte zeigt sich deshalb ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 345 Personen. Damit setzt sich der Trend fort: Seit 2023 steigt die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich und in der Schweiz tendenziell an.
Die Arbeitslosenzahlen blieben im Juni in den meisten Branchen weitgehend stabil. Den deutlichsten Rückgang verzeichneten das Baugewerbe (–105 Personen) sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (–97), zu denen unter anderem der Gartenbau zählt. Zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen dagegen insbesondere in der Finanz- und Versicherungsbranche (+58) sowie im Bereich Erziehung und Unterricht (+40).
Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen ist im Juni gegenüber dem Vormonat um 1164 gestiegen und beträgt neu 8084. Besonders stark nachgefragt wurden im vergangenen Monat Reinigungspersonal (+374 Stellen) sowie Hilfsarbeitskräfte in der Herstellung von Waren (+308).
Leicht bessere Erwartungen
Die Geschäftslage der Zürcher Wirtschaft blieb im Juni insgesamt stabil und wird weiterhin positiver beurteilt als in der Gesamtschweiz. Auch der Ausblick hat sich zuletzt leicht aufgehellt. Die solide Entwicklung zeigt sich sowohl in der stabilen Geschäftslage als auch in den leicht verbesserten Erwartungen, insbesondere in der Finanzbranche und der Industrie.
Bei den Beschäftigungserwartungen sind sich die Branchen uneins: Während die Finanzbranche und die Industrie wieder etwas häufiger mit einer stabilen oder steigenden Beschäftigung rechnen, hat sich diese Einschätzung in anderen Branchen – vor allem im Projektierungssektor und im Detailhandel – leicht eingetrübt. (pd.)
Aquarium: Keine Pflanzen und Lebewesen aussetzen
Wuchernde Aquarienpflanzen, ausgesetzte Schildkröten oder Goldfische, eingeschleppte Krankheiten: Wer gebietsfremde Tiere oder Pflanzen aus einem Aquarium oder Gartenteich in die freie Natur entlässt, riskiert erhebliche Schäden für Biodiversität und Infrastruktur – und macht sich strafbar.
Was im Aquarium oder Teich hübsch aussieht, kann in unseren Gewässern rasch zum Problem werden. Dass solche Arten überhaupt in die Natur gelangen, hat nämlich oft einen banalen Grund – und der wird mit den nahenden Sommerferien gerade aktuell: Wer für längere Zeit wegfährt, muss auch die Betreuung der Pflanzen und Tiere im Aquarium sicherstellen. Wenn Menschen mit Aquarien oder Teichen dies nicht mehr können oder wollen, passiert es immer wieder: Sie entsorgen ihre Bewohner in Bächen, Flüssen oder Weihern – im Glauben, die Tiere oder Pflanzen in die Freiheit zu entlassen.
Doch dieser gut gemeinte Akt hat meist fatale Folgen für die einheimische Fauna und Flora. Das Aussetzen gebietsfremder Tiere und Pflanzen in der Natur sowie das Ausleeren von Aquarienwasser in Gewässer ist deshalb verboten. Zeit und Pflege sollte deshalb auch bei längeren Abwesenheiten stets gewährleistet sein. (pd.)
Kantonale Wahlen 2027: Fristen für Wahlvorschläge
Die Wahlen für den Kantonsrat und den Regierungsrat für die Amtsdauer 2027–2031 finden am 4. April 2027 statt. Der Regierungsrat hat nun die Einzelheiten dazu festgelegt.
Bereits im Dezember 2025 hat der Regierungsrat den Termin für die Gesamterneuerungswahlen für den Kantonsrat und den Regierungsrat auf den 4. April 2027 beschlossen. Demnach müssen die Wahlvorschläge bis zu folgenden Terminen beim Amt für Statistik und Daten (vormals «Statistisches Amt») des Kantons Zürich (Schöntalstrasse 5, 8090 Zürich) eingetroffen sein:
- für die Regierungsratswahlen: bis am Montag, 18. Januar 2027, 17 Uhr;
- für die Kantonsratswahlen: bis am Montag, 25. Januar 2027, 17 Uhr.
Interessierte können die Formulare für die Wahlvorschläge über die Internetseite des Amtes für Statistik und Daten beziehen. (pd.)
Regierungsratswahlen 2027: Kandidatenfeld nimmt Form an
Die FDP Kanton Zürich hat kürzlich Andri Silberschmidt und Martin Huber für die Regierungsratswahlen 2027 nominiert. Damit nimmt das Feld der Kandidierenden weiter Gestalt an. Die SVP tritt voraussichtlich mit der amtierenden Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli und Martin Hübscher an, definitiv nominieren werden die Delegierten am 9. Juli.
Die SP schickt Priska Seiler Graf und Nicolas Galladé ins Rennen. Die Mitte empfiehlt Philipp Kutter als Nachfolger von Silvia Steiner. Die GLP setzt auf Nora Ernst, die EVP auf Donato Scognamiglio. Baudirektor Martin Neukom (Grüne) kandidiert erneut. Offen ist weiterhin, ob Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) nochmals antritt.
Da Jacqueline Fehr (SP), Ernst Stocker (SVP), Carmen Walker Späh (FDP) und Silvia Steiner (Mitte) nicht mehr antreten, werden am 4. April 2027 mindestens vier der sieben Regierungsratssitze neu besetzt. (pd.)
Sternwarte Rümlang: Reise zur Venus
An den Mittwochabenden des 15., 22. und 29. Juli (Vollmond) kann man den Mond, die halbe Venus oder auch glitzernde Sternhaufen, Gasnebel und Galaxien gut beobachten – zum Beispiel von der Sternwarte Rümlang aus. (e.)
Informationen zur Durchführung: 044 817 06 83. www.sternwarte-ruemlang.ch