Region in Kürze

Kanton Zürich: Gesuche stellen für Solidaritätsbeiträge

Der Kantonsrat hat am 8. Dezember 2025 den Rahmenkredit für Solidaritätsbeiträge des Kantons an Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 genehmigt. Die Referendumsfrist zu diesem Beschluss ist unbenutzt abgelaufen. Für diese Wiedergutmachung hat der Kantonsrat insgesamt 20 Millionen Franken bewilligt. Es wird damit gerechnet, dass rund 800 Personen ein Gesuch für eine Entschädigung stellen werden.

Seit dem 27. April besteht im Kanton Zürich die Möglichkeit, einen kantonalen Solidaritätsbeitrag in der Höhe von 25 000 Franken zu beantragen. Anspruch darauf hat, wer vor dem Jahr 1981 von einer fürsorgerischen Zwangsmassnahme oder einer Fremdplatzierung betroffen war und bereits vom Bund als Opfer anerkannt ist. Zusätzlich muss eine Behörde im Kanton Zürich die Massnahmen veranlasst, durchgeführt, beauftragt oder beaufsichtigt haben. Mit dem Solidaritätsbeitrag anerkennt der Kanton Zürich das begangene Unrecht und leistet einen Beitrag zur Wiedergutmachung.

Kein Anspruch besteht, wenn bereits ein anderer Kanton oder eine Gemeinde einen Solidaritätsbeitrag geleistet hat. Aktuell sind das namentlich die Stadt Zürich, der Kanton Schaffhausen und der Kanton Thurgau. Für die Auszahlung des Solidaritätsbeitrags müssen Betroffene ein Gesuch einreichen. Das Formular und Informationen dazu sind seit dem 27. April auf der Website  des Kantons («Informationen für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen») verfügbar. Betroffene können das Formular auch telefonisch oder schriftlich beim Staatsarchiv anfordern. (pd.)

Konsumentenschutz: Apotheken kassieren  teils kräftig ab

Apotheken nehmen eine wichtige Beratungsfunktion wahr. Kundinnen und Kunden verlassen sich zu Recht auf gute Beratung. Gleichzeitig sollten sie auch auf Transparenz bei den Preisen und faire Empfehlungen zählen ­können. Der Konsumentenschutz hat jüngst Testkäufe von Paracetamol-Schmerzmitteln durchgeführt und grosse Preisunterschiede festgestellt.

Nur drei von zehn Apotheken empfahlen gemäss Medienmitteilung auf Anhieb preiswerte Generika. Andere boten bei den Stichproben erst eine günstige Alternative an, wenn ausdrücklich danach gefragt wurde. Und dann gab es auch Apotheken, die den Testpersonen auch auf Nachfrage kein preiswertes Generikum anboten. Stattdessen verkauften sie Medikamente, die mehr als dreimal so viel kosten.

Die Medikamentenpreise in der Schweiz gehören zu den höchsten weltweit und belasten die Konsumentinnen und Konsumenten. Der Konsumentenschutz empfiehlt deshalb, gezielt nach Generika zu fragen, Preise zu vergleichen und Apotheken zu bevorzugen, die auf Anhieb preisgünstige Generika empfehlen. (pd.)

Kantonsratswahlen 2027: Keine Änderungen bei der Sitzzuteilung

Für die Amtsdauer 2027 bis 2031 bleibt die Zuteilung der 180 Kantonsratssitze auf die 18 Wahlkreise unverändert. Wie der Regierungsrat mitteilt, würden alle 18 Wahlkreise gleich viele Sitze behalten wie bei den Kantonsrats­wahlen 2023. Das hat die Direktion der Justiz und des Innern gestützt auf die aktuellen Bevölkerungszahlen so festgelegt.

Der Zürcher Kantonsrat zählt 180 Mitglieder. Die Zuteilung der Sitze auf die 18 Wahlkreise richtet sich nach der Verteilung der zivilrechtlichen Wohnbevölkerung auf die Wahlkreise. Berücksichtigt werden dabei die im jeweiligen Wahlkreis wohnhaften Schweizerinnen und Schweizer sowie Ausländerinnen und Ausländer. Am Stichtag 31. Dezember 2025 hatten 1 628 081 Personen ihren Wohnsitz im Kanton Zürich. Für die Sitzzuteilung entfällt damit rechnerisch auf 8991 Einwohnerinnen und Einwohner ein Sitz im kantonalen Parlament.

Die Wohnbevölkerung im Kanton Zürich ist in den letzten Jahren zwar weiter gewachsen. Dieses Wachstum verteilt sich aber relativ ausgeglichen über den ganzen Kanton, weshalb es keine Folgen hat für die Zuteilung der Sitze auf die einzelnen Wahlkreise, wie der Regierungsrat weiter mitteilt.

Bei der Sitzzuteilung für die letzten Erneuerungswahlen im Jahr 2023 (Amtsdauer 2023 bis 2027) erhielt der Bezirk Affoltern einen zusätzlichen Sitz zulasten des Wahlkreises Stadt Zürich IV (Stadtkreise 6 und 10). (pd.)

 

Suva zieht Bilanz: Zahl der Arbeits­unfälle sinkt weiter

Im vergangenen Jahr hat die Suva über 480 000 neue Unfälle und Berufskrankheiten verzeichnet und anerkannt. Das sind laut Mitteilung der Unfallversicherung 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Arbeits­unfälle und Berufskrankheiten sei um 0,9 Prozent auf gut 166 000 zurückgegangen. «Die Zahl der Freizeitunfälle stieg hingegen um 2,8 Prozent auf rund 296 000», schreibt die Suva.

Über das ganze Jahr 2025 betrachtet, registrierte die Suva die meisten Sportunfälle bei Fussballspielen (29 000 / 25 Prozent aller Sportunfälle), beim Skifahren (16 000 /13 Prozent) und beim Bergwandern (6000 / 5 Prozent). Die häufigsten Verletzungen beim Sport betrafen Knie, Fussgelenke und Schultern.

Insgesamt zahlte die Suva 2025 über 4,6 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen. (pd.)

 

Paarberatung Zürich: Frische Energie für Beziehungen

Manchmal braucht die Beziehung frische Energie. Die Paarberatung Zürich – regelmässige Tippgeberin im «Stadt-Anzeiger» – plant dazu Anlässe. Sie ­kosten jeweils 40 Franken pro Paar.  Ausserdem bietet der Blog «Auf zur Sonnenseite der Paarbeziehung!» Inputs dazu.

Paar-Session 3 in Bülach – «Wer hat denn da angefangen ...!?»: Paarkonflikte konstruktiv angehen und bewältigen. Donnerstag, 7. Mai, 19 bis 21 Uhr, Bistro Im Guss, Schaffhauserstrasse 106, 8180 Bülach.

Partnerveranstaltung: «Liebes Labor – Try Out – Couples Only»: Mini­experimente und praktische Tipps für mehr Nähe und Leichtigkeit als Paar. Dienstag, 5. Mai, 19.30 bis 21.30 Uhr (Türöffnung: 19 Uhr), Kulturhaus Gleis 21 Dietikon, Buchsackerstrasse 21, 8953 Dietikon. (red.)

Mehr Informationen unter: www.paarberatung.zuerich

 

Schoggitaler: Eine wertvolle Schokolade wird 80

In den letzten 80 Jahren haben über 80 000 Schulklassen rund 50 Millionen Schoggitaler verkauft. Aus dem Erlös sind zahlreiche Leuchtturmprojekte des Schweizer Natur- und Heimatschutzes finanziert worden. Zum Jubiläum wird nun die bewährte Rezeptur aus Schweizer Biomilch und Fairtrade-Kakao neu mit Vanille verfeinert. Aufgrund der Teuerung wird der Preis, der seit 1998 nie angepasst wurde, auf 8 Franken angehoben. Dafür erhalten die Schulklassen, die sich am Verkauf beteiligen, den doppelten Anteil. (pd.)