Reformierte Kirchgemeinde Opfikon: Finanziell stabil, aber schrumpfend
Die Kirchensteuern von Firmen färben die Rechnung der Kirchgemeinde schön. Doch Mitglieder und Gottesdienstbesuchende schwinden.
Die reformierte Kirchgemeinde hat an ihrer Versammlung Ende Juni die Jahresrechnung und -berichte des Vorstandes diskussionslos abgenommen. Die Rechnung fällt deutlich besser aus als budgetiert. Statt des erwarteten Defizits von 105 000 Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 1,108 Millionen Franken. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die höheren Kirchensteuererträge von Firmen, die rund 1,8 Millionen über den Erwartungen liegen. Dafür lagen die Steuern von natürlichen Personen unter Budget – und zwar deutlich. Ebenso tiefer lag die Kollekte, da immer weniger Menschen den Gottesdienst besuchen oder überhaupt Mitglied der Kirche sind.
Zwar fiel der Gesamtaufwand um knapp 550 000 höher aus als budgetiert. Nach Abzug von Finanz- und Lastenausgleich sowie des Zentralkassenbeitrags liegt der bereinigte Aufwand jedoch immer noch 240 000 unter Budget. Das Eigenkapital beträgt neu 6,07 Millionen Franken, die Bilanzsumme 9,47 Millionen. Die Liquidität der Kirchgemeinde bleibt stabil und sehr gut.
Der leise Ruf der Rechnungsprüfungskommission nach «realistischeren Budgets» änderte nichts daran, dass das Gremium mit Präsident Peter Bührer wiedergewählt wurde. Die Kirchenpflege ist dann nächstes Jahr an der Reihe.