Vom Gewitter, unerreichbaren Webseiten, einer Liste und von Dunkelheit
Vom Gewitter, unerreichbaren Webseiten, einer Liste und von Dunkelheit.
Stadt-Website stundenlang offline
Am Sonntag waren die Websites gleich mehrerer Unterländer Gemeinden – darunter Opfikon, Kloten und Wallisellen – nicht erreichbar. Laut dem gemeinsamen Internetdienstleister iWeb habe es Unregelmässigkeiten und Ausfälle bei den Webauftritten und beim Verwaltungsportal gegeben. Die Website www.opfikon.ch etwa war am Sonntagmorgen kurz nach 8 Uhr nicht mehr verfügbar.
Seit Sonntag, 15.15 Uhr, seien die Webauftritte wieder online, die weiteren Dienste schrittweise etwas später, teilte iWeb auf Nachfrage mit. Es sei der erste längere Ausfall seit über 10 Jahren gewesen, so iWeb. Die technische Analyse sei noch im Gang. «Wir untersuchen die Ursachen noch im Detail mit dem Ziel, unsere Systeme in Zukunft weiter zu optimieren.» (red.)
Ceren Bingöl auf Listenplatz 5
Vorletzte Woche nominierten die Delegierten der SP Bezirk Bülach die Kandidierenden für den Kantonsrat des Wahlkreises Bezirk Bülach. Angeführt wird die Liste von den bisheri-gen Kantonsräten Christoph Fischbach (Kloten), Lejla Salihu (Winkel) und Kurt Altenburger (Rafz). Auf den vierten und den fünften Platz wurden Gemeinderat Max Töpfer aus Kloten und Gemeinderätin Ceren Bingöl aus Opfikon gesetzt. Anschliessend folgen René Nussbaumer, Schulpfleger aus Wallisellen, Gemeinderätin Linda Maduz aus Bassersdorf und Gemeinderat Philip Graf aus Kloten.
Erklärtes Wahlziel der SP ist es, im Bezirk Bülach am 4. April 2027 einen vierten Sitz zu erobern. (pd.)
Gewitternacht auf 1. Juli: Feuerwehr leistete über 50 Einsätze
Die letzte Nacht im Juni hatte es auch für die Opfiker Feuerwehr in sich: Über 50‑mal rückten die örtlichen Feuerwehrleute in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wegen des tobenden Gewitters aus. Die Messstation am Flughafen zeichnete zwischen 21 und 23 Uhr zwischen 26,1 und 28,8 Liter Regen pro Quadratmeter auf.
Vielerorts vermochten die Abflüsse die enormen Regenmengen nicht mehr zu schlucken, weshalb es punktuell zu Überschwemmungen kam. So etwa auf der Autobahn A11 zum Flughafen. Unter der Überführung Werftstrasse, wo die Autobahn unterhalb zweier Kreisel hindurchführt, hatte sich so viel Wasser gesammelt, dass die Feuerwehr den Abschnitt zeitweise sperren musste. Auch eine Unterführung in Wallisellen wurde komplett überflutet. Daneben gab es Dutzende Untergeschosse, Tiefgaragen und andere tiefer liegende Räume, aus denen Wasser abgepumpt werden musste. Insgesamt standen die Opfiker Feuerwehrleute rund 400 Stunden im Einsatz, um der Wassermassen Herr zu werden.
Flughafen zeitweise stillgelegt
Auch am Flughafen wurde der Flugbetrieb am Abend für rund zwei Stunden unterbrochen: Weil bei einem Gewitter Blitzschlaggefahr herrscht, muss das Vorfeld geräumt werden und es können deshalb keine Flugzeuge abgefertigt werden. Dies führte zu zahlreichen Verspätungen bei den Abflügen; ankommende Maschinen mussten umgeleitet werden.
Im ganzen Kanton zählte die Einsatzleitzentrale (ELZ), über welche unter anderem sämtliche Notrufe auf die Nummern 118 und 144 im Kanton Zürich laufen, von 20.30 bis 1 Uhr über 700 Einsätze. Besonders stark betroffen waren die nördliche Stadt Zürich, Wallisellen, Dübendorf oder Rafz mit teilweise über 100 Einsätzen auf ihrem Gemeindegebiet.
Das Unwetter mit heftigem Starkregen sei um etwa 20.30 Uhr auf den Kanton Zürich und etwa eine Stunde später auf die Stadt Zürich getroffen, heisst es in einer Mitteilung von Schutz & Rettung Zürich, welches die ELZ betreibt. Dass es sich nur langsam bewegte, führte zu überlaufenden Kanalisationen und Strassen, gefluteten Unterführungen, vollen Kellern und Gewässern, die über die Ufer traten.
Im sogenannten Unwettermodus wurde die Tagesschicht zurückbehalten und umliegende Milizfeuerwehren aufgeboten, damit die anderen Notrufe weiterhin wie gewohnt abgewickelt werden konnten. (rs.)
Opfikon wurde kurz dunkel
Am vergangenen Montagabend lagen einige Opfiker Strassen zeitweise im Dunkeln: Ein technisches Problem bei der Rundsteuerung führte zu einem Ausfall der öffentlichen Beleuchtung in Teilen Opfikons und Glattbruggs, wie Energie Opfikon auf Anfrage des «Stadt-Anzeigers» erklärte; der Glattpark war nicht betroffen.
Dort schaltete sich die Beleuchtung beim Eindunkeln planmässig um 21.31 Uhr ein. In den übrigen betroffenen Gebieten erfolgte die Einschaltung aufgrund der technischen Störung jedoch nicht wie vorgesehen.
Die Ursache konnte rasch identifiziert und behoben werden, sodass die öffentliche Beleuchtung um 22.55 Uhr wieder vollständig in Betrieb war. (rs.)