Neoliberalismus statt Gastfreundschaft
Leserbrief zu «Mehr Freiheit beim Handgepäck, mehr Geduld an der Grenzkontrolle»,
«Stadt-Anzeiger» vom 9. Juli 2026
Die Geduld an der Grenzkontrolle bräuchte es nicht, würde sich die Politik wieder vermehrt in den Dienst des Volkes stellen: Es ginge ganz einfach mit mehr Personal. Ich gehe immer wieder an den Schaltern vorbei und sehe, wie die Schalter unbesetzt sind, dafür hat es fast 100 Meter lange Warteschlangen.
Ist das Swissness? Empfängt man so seine Gäste? Dieselbe lächerliche Misere bei der Klimatisierung der Räume. Anstelle von angenehmem und trockenem Raumklima schwitzt man am Flughafen, in Restaurants, im ÖV oder in teuren Hotels. Die Schweiz ist sehr teuer, gleichzeitig lässt man seine Gäste und Kunden schwitzen. Wie gastfreundlich…
Das ist Neoliberalismus. Die Anzahl der Grenzkontrollbeamten hat mit dem Passagierwachstum nicht mitgehalten, da die finanziellen Mittel dafür fehlen, denn die Steuern für Konzerne müssen tief gehalten werden oder Steuergelder werden unter anderem auch für überbordende, oft nutzlose Bürokratie verschwendet (was auch unnötig Personalressourcen verschlingt und wodurch das Personal dann dort fehlt, wo man eigentlich Bedarf hätte). Auch die ganze «menschengemachte» Klimaerwärmungsdebatte dient schlussendlich in viel zu vielem vor allem der Bereicherung der Elite. Wie im Mittelalter malt man den Teufel an die Wand und wie im Mittelalter bereichert sich wieder die Elite.
Ich vermisse die Schweiz, die noch auf Qualität setzte, wo Respekt und Dankbarkeit gegenüber Kunden noch was zählte.
Alexander Stare, Glattpark