Lokalpolitik braucht Realitätssinn – nicht ideologische Etiketten

Zoran Ubavelski

Leserbrief zur Wahlbeilage Gemeinderat, «Stadt-Anzeiger» vom 29. Januar

In den Beiträgen im «Stadt-Anzeiger» vom 29. 1. 2026 werden konkrete Fragen der Lokalpolitik mit weltpolitischen Bedrohungsszenarien und moralischen Schlagworten vermischt. Dabei entsteht der Eindruck, Opfikon stehe zwischen globalen Fronten oder sei von politischen Netzwerken geprägt. Diese Darstellung ist realitätsfern und wird unserer Stadt nicht gerecht.

Lokalpolitik wird nicht mit Ideologien oder pauschalen Zuschreibungen gemacht, sondern im konkreten Alltag: bei Familien, Seniorinnen und Senioren, Alleinerziehenden und Menschen in schwierigen Lebenslagen. Es geht dabei weniger um Probleme als um Herausforderungen. Der Kanton setzt den rechtlichen Rahmen, die lokalen Behörden tragen die Verantwortung für eine faire, sachliche und pragmatische Umsetzung.

Wer Verantwortung übernimmt, weiss: Entscheide müssen ausgewogen sein und der gesamten Bevölkerung dienen. Opfikon funktioniert, weil engagierte Menschen lösungsorientiert arbeiten – parteiübergreifend und nah an der Bevölkerung. Pauschale Unterstellungen über angebliche politische Seilschaften oder ideologische Lager helfen niemandem, schon gar nicht den Betroffenen.

 Zoran Ubavelski , Kandidat für die Sozialbehörde, Opfikon (bisher)