Leserbrief: Plakate sind irreführend
Der Abstimmungskampf um die Parkplatzverordnung Airport City ist lanciert. Die von den Befürwortern aufgestellten Plakate rufen die Gegner auf den Plan.
Zur Abstimmung vom 10. Mai 2026 über die Parkplatzverordnung Airport City
Ich habe die Plakate der linken Parteien zur Parkplatzverordnung gesehen – und muss klar sagen: Diese Darstellung ist irreführend. Der Slogan «Kein Stau in Opfikon» ist in diesem Zusammenhang schlicht irreführend. Und ehrlich gesagt: Es wirkt schon fast absurd, wenn ausgerechnet die SP plötzlich so tut, als wäre ihr ein flüssiger Strassenverkehr ein zentrales Anliegen.
Stau entsteht nicht wegen Parkplätzen, sondern wegen fehlender Infrastruktur bei einer stetig wachsenden Bevölkerung. Ohne entsprechenden Ausbau wird es so oder so zu mehr Verkehr kommen. Ebenso unverständlich ist die Forderung, bei Wohnungen praktisch einen Parkplatz für zwei Haushalte festzuschreiben. Das ist realitätsfremd und für viele Familien schlicht nicht praktikabel.
Auch das zweite Plakat zur angeblichen «Parkplatzfläche» verzerrt die Realität: In Opfikon gibt es kaum mehr oberirdischen Platz für zusätzliche Parkflächen. Die Zukunft liegt klar im unterirdischen Bau – alles andere ist gar nicht mehr realistisch.
Gleichzeitig wird oft ignoriert: Dank der sehr guten ÖV-Anbindung in Opfikon nutzen viele Menschen das Auto gar nicht täglich, sondern nur dann, wenn es wirklich gebraucht wird. Genau dafür braucht es aber eine vernünftige und ausreichende Parkplatzlösung.
Fazit: Nicht Parkplätze verursachen Stau, sondern fehlende, vorausschauende Infrastruktur. Eine ideologisch getriebene Einschränkung löst keine Probleme, sondern schafft neue.
Deshalb: Nein zur neuen Parkplatzverordnung – behalten wir die bestehende, bewährte Parkplatzverordnung für das gesamte Stadtgebiet.
Urban Husi, Gemeinderat und Sektionspräsident SVP Opfikon, Glattbrugg und Glattpark