Leserbrief: Irreführende Parolen zur Abstimmung vom 14. Juni
Zu Abstimmungsvorlage vom 10. Mai hat uns ein weiterer Leserbrief erreicht. Dieser und alle, die uns bis am 7. Mai erreichen, werden ausschliesslich online veröffentlicht. Die letzten Zuschriften in der Print-Ausgabe sind am 23. April erschienen, der zweitletzten Ausgabe vor der Abstimmung. Diese Regelung ermöglicht es, allfällige Fehler noch vor dem Urnengang zu korrigieren.
Nach dem ich die Parolen der pro und kontra Fraktionen gelesen habe frage ich mich ernsthaft, ob der links-grünen Ratshälfte die Argumente ausgegangen sind. Aus meiner Sicht versuchen sie mit irreführenden Schlagzeilen die Abstimmung zu beeinflussen. Ich musste mir zweimal die Augen reiben, las ich da doch, dass links-grün den Verkehr verflüssigen will, dass es keinen Parkplatzabbau geben soll. Ist die links-grüne Ratsseite vom Saulus zum Paulus geworden? Ich denke, dass bewusst irreführende Parolen verbreitet werden. Ich habe noch nie gehört, dass links-grün den Verkehr verflüssigen will, nein, ihr Ziel ist es, den motorisierten Verkehr zu behindern, wo und wie es nur geht und natürlich wird es einen Parkplatzabbau geben – wenn auch nicht sofort, aber in Zukunft. Denn überall dort, wo ein Neubau entsteht oder bestehender Wohnraum rückgebaut und neu erstellt wird, dort kommen die neuen Vorschriften zu tragen. <o:p></o:p>
Ich freue mich schon darauf, wenn dann noch die Forderung der Einschränkungen betreffend Zu- und Wegfahrten in ein neu erschlossenes Gebiet gefordert wird (gibt es im Kanton Zürich bereits). Geschweige denn das lokale Gewerbe, welches auf Parkplätze angewiesen ist, z.B. Sanitär, Schreiner bzw. allgemein Handwerker, welche zur Reparatur kommen, oder Lieferanten. Diese Liste liesse sich unendlich verlängern. <o:p></o:p>
Heute wird kein einziger Quadratmeter Landwirtschaftsland für Parkplätze verbaut, da man Sammelgaragen bauen wird. Aber für Radwege oder Uferkorrekturen wird massenhaft Landwirtschaftsland geopfert und werden gesunde Bäume gefällt. Das passt irgendwie nicht zusammen. Übrigens denke ich, dass der Stau nicht lokal verursacht wird, sondern durch Arbeitnehmende mit Arbeitsplatz in Opfikon, welche vielleicht auf das Fahrzeug angewiesen sind, oder durch den Durchgangsverkehr.<o:p></o:p>
Jörg Jenny, Opfikon<o:p></o:p>