Kriminalstatistik 2025: Der Kanton ist etwas sicherer geworden
Die polizeilich registrierte Kriminalität ist im vergangenen Jahr im Kanton Zürich um 5 Prozent zurückgegangen. Zum Vergleich: Gesamtschweizerisch fällt die Abnahme der Straftaten mit 1,5 Prozent deutlich geringer aus.
«Die Kantonspolizei erkennt die Kriminalitätsentwicklung und setzt Schwerpunkte im Kampf dagegen», betonte Sicherheitsdirektor Mario Fehr bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2025 am Montag vor den Medien. Die entsprechenden Massnahmen seien wirkungsvoll – das zeige sich exemplarisch etwa bei der Jugendkriminalität (–10 Prozent) oder bei den Vermögensdelikten(–5 Prozent).
Weniger Einbrüche
Bei Letzteren betrifft die anzahlmässig gewichtigste Abnahme Diebstähle, die um 2634 Straftaten beziehungsweise 9 Prozent abgenommen haben; unter anderem kam es auch zu rund tausend Einschleich- und Einbruchsdiebstählen weniger als im Vorjahr. So verhaftete die Polizei während gezielter Aktionen und Kontrollen gegen die Einbruchskriminalität («Indue») rund 120 Tatverdächtige und stellte dabei umfangreiches Einbruchswerkzeug und Deliktsgut sicher. Auch im Bereich Telefonbetrug haben die intensiven Ermittlungen und Präventionsmassnahmen der Kantonspolizei Wirkung gezeigt: Die vollendeten Betrüge nahmen um mehr als 60 Prozent ab.
Die Cyberkriminalität sank leicht um 2,5 Prozent. Sie verbleibt aber auf hohem Niveau. Die momentane Abnahme ergibt sich aus Rückgängen in der digitalisierten Kriminalität – insbesondere bei digital begangenen Betrugsdelikten (–11 Prozent). Die Anzahl verzeichneter Cybercrime-Straftaten bleibt damit dreimal höher als zu Beginn des Jahrzehnts.
Im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und familiärer Differenzen rückten die Polizistinnen und Polizisten im vergangenen Jahr kantonsweit im Schnitt zwischen 21- und 22-mal pro Tag aus. Bei gut drei Vierteln dieser Fälle ordneten sie Schutzmassnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz an. (pd.)