Ein Rekord folgt auf den anderen
Der Flughafen Zürich steigerte seine Erträge auf 1,361 Milliarden Franken. 716 Millionen davon hat er in wieder hier investiert. Fürs laufende Jahr prognostiziert er einen neuen Passagierrekord mit über 33 Millionen Fluggästen.
«Noch nie durften wir in einem Jahr so viele Passagiere begrüssen wie 2025», wird Lukas Brosi, CEO der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. 32,6 Millionen Passagiere waren es, 4,5% mehr als im Vorjahr. An einzelnen Spitzentagen während der Sommer- und Herbstferien überschritt die Zahl der Reisenden erstmals die Marke von 120 000.
Daraus resultierten Erträge von 1,361 Milliarden Franken – 3% mehr als 2024. Im Luftfahrtbereich stiegen sie um 5 auf 709 Millionen, während sie im nichtaviatischen Bereich leicht um 0,2% auf 652 Millionen sanken. Ohne die Erträge aus Bauvorhaben resultierte dort ein Wachstum von 2% auf 642 Millionen. Die Betriebskosten erhöhten sich um 1% auf 599 Millionen; die bereinigten Betriebskosten (ohne Aufwendungen aus Bauvorhaben) verzeichneten einen Anstieg von 4% auf 588 Millionen Franken.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) nahm um 4% auf 762 Millionen zu, der Gewinn um 5,8% auf 346 Millionen Franken.
Obwohl das Kommerzangebot wegen Um- und Ausbauten reduziert war, stiegen die Erträge daraus und aus dem Parkieren leicht um 0,2% auf 277 Millionen; die Immobilienerträge erreichten mit 198 Millionen einen neuen Höchstwert, auch dank des «Circle» als Business- und Dienstleistungszentrum.
16 Millionen Passagiere im Ausland
Im internationalen Geschäft der Flughäfen in Indien und Südamerika (mit zusammen 16 Millionen Passagieren, 8,5% mehr als 2024) verdiente der Flughafen 10% mehr, unter dem Strich insgesamt 114 Millionen Franken. Das derzeit grösste Auslandsprojekt der Flughafen Zürich AG, der Flughafen in Noida nahe Delhi, Indien, soll demnächst eröffnet werden.
Der Flughafen Florianópolis (FLN) in Brasilien verzeichnete mit über 1 Million internationalen Passagieren ein neues Allzeithoch und festigte damit seine Position als drittgrösster internationaler Flughafen des Landes. In Chile standen der Abschluss der Konzession des Flughafens Antofagasta sowie Infrastrukturmassnahmen in Iquique im Fokus.
70% der Investitionen hier
Nicht nur der Gewinn des Flughafens, sondern auch seine Investitionen nahmen im Berichtsjahr deutlich zu. 716 Millionen flossen in Sachanlagen und Projekte (Vorjahr: 571 Millionen), 70,3% davon nach Zürich. Das grösste Einzelprojekt bildete der Ersatzneubau Dock A, Tower und Dockwurzel sowie die damit verbundenen Projekte. Ferner hat die Flughafen Zürich AG mit dem Radisson Blu Hotel auch das letzte Gebäude im zentralen Flug-hafen-Perimeter übernommen, das noch nicht in ihrem Besitz war. Weitere Schwerpunkte lagen bei der Erneuerung der Gepäcksortieranlage, der Entwicklung der landseitigen Passagierflächen sowie dem Bau der Frachthalle Rächtenwisen.
Für das laufende Jahr rechnet der Flughafen Zürich mit über 33 Millionen Passagieren – ein neuer Höchstwert. Man wolle auch künftig in eine zukunftsfähige Infrastruktur, neue Technologien sowie einen effizienten und sicheren Flugbetrieb investieren und so den Konzessionsauftrag – ein wettbewerbsfähiges Drehkreuz mit möglichst gutes Direktverbindungen in Europa und zu den wichtigen Zentren weltweit – erfüllen.
Mehr Passagiere, weniger Gebühren
Die Flughafengebühren werden voraussichtlich per 1. Oktober 2026 um rund 10% gesenkt, weil dort das Kostendeckungsprinzip gilt. Da in den kommenden Jahren mehr Passagiere erwartet werden, auf welche die aviatischen Kosten verteilt werden können, und der Flughafen Investitionen sorgfältig plant, konnten die Gebühren gesenkt werden.
Ende April wird ferner Verwaltungsrat Guglielmo Brentel sein Amt nach zwölf Jahren abgeben. Sein Nachfolger soll Stefan Paul werden, CEO Kühne+Nagel International AG – sofern ihn die Generalversammlung am 17. April wählt. Die Versammlung wird zudem über eine ordentliche Dividende von 8.50 Franken pro Aktie befinden.