Drei- statt Zweikampf ums Schulpräsidium
Noch eine Überraschung im Rennen um das Schulpräsidium: Die Mitte nominiert im Nachhinein Lukas Schütz. Damit gibt es drei Bewerbungen für das Amt des zurückgetretenen Reto Bolliger (ebenfalls Mitte). Die Ersatzwahl findet am 29. November statt.
Die Mitte Opfikon nominiert kurzfristig Lukas Schütz für das Schulpräsidium. Eine ausserordentlich Mitgliederversammlung hat dies vorgestern Montag, 19. Oktober, so beschlossen. «Damit erhält die Bevölkerung eine zusätzliche qualifizierte Kandidatur und eine echte Auswahl», heisst es in der Medienmitteilung, die am Mittwochnachmittag verschickt wurde. Und weiter: «Ursprünglich hatten die in der Interparteilichen Konferenz vertretenen Parteien vorgesehen, für den frei werdenden Sitz in der Schulpflege und für das Schulpräsidium jeweils nur eine Kandidatur zu unterstützen.» Damit sollte eine stille Wahl mit möglichst geringem Aufwand ermöglicht werden, mit gleich vielen Kandidierenden wie Sitze («Stadt-Anzeiger» vom 24. September» sowie hier online). Innert der gesetzlichen Frist zum Nachmelden kam dann mit dem Parteilosen Roger Peter ein weiterer Anwärter aufs Schulpräsidium hinzu («Stadt-Anzeiger» vom 15. Oktober sowie hier online).
Wahlplakate sind überholt
Damit habe sich «die politische Ausgangslage grundlegend verändert», schreibt Die Mitte in ihrem Communiqué. Man habe deshalb die eigene Position neu beurteilt und unterstütze für das Schulpräsidium ausschliesslich die Kandidatur von Lukas Schütz. «Andere Kandidaturen werden von der Mitte Opfikon nicht unterstützt.»
Die Partei betont dies deshalb, weil auf bereits produzierten Wahlplakaten anderer Parteien ist teilweise noch das Logo der Mitte zu sehen. «Diese Plakate wurden vor der veränderten Ausgangslage erstellt, so die Partei weiter. «Die darauf dargestellte Unterstützung entspricht hinsichtlich des Schulpräsidiums nicht mehr dem aktuellen Entscheid der Mitte Opfikon.»
Der Nominierte Lukas Schütz ist kein Unbekannter. Er lebt mit seiner Familie seit über 17 Jahren in Opfikon. Der ausgebildete Schulleiter bringe breite Erfahrung in Führung, Coaching und der Begleitung anspruchsvoller Veränderungsprozesse mit, sei für Unternehmen als Coach, Kommunikationstrainer und Kommunikationsleiter tätig und arbeitete während mehr als 25 Jahren als Moderator und Führungsperson bei Radio und Fernsehen, schreibt Die Mitte. Und Schütz über sich selbst: «Ich möchte meine Erfahrung aus Schule, Führung und Kommunikation in ein politisches Gremium einbringen – damit wir fundierte, menschlich tragfähige und strategisch kluge Entscheidungen für unsere Schulen treffen können.»
In einer Einheitsgemeinde wie Opfikon werden Schulpräsidentinnen oder der -präsidenten automatisch siebtes Mitglied im Stadtrat, bis im September verkörpert von Reto Bolliger. «Die Mitte Opfikon ist gewillt, ihren bisherigen Stadtratssitz zu verteidigen« gibt sich die Mitte kämpferisch. Sie sei überzeugt, dass die Wahl von Lukas Schütz neben seiner fachlichen Qualifikation auch zu einer breiteren und ausgewogeneren politischen Zusammensetzung des Stadtrats beitragen würde.
Lukas Schütz stehe allen Parteien und politischen Gruppierungen für Gespräche und Hearings zur Verfügung, betont die Partei weiter. Mitte übernächster Woche 45 sei zudem eine öffentliche Podiumsdiskussion mit den Kandidierenden für das Schulpräsidium vorgesehen; weitere Informationen sollen folgen. (pd./rs.)