Daniel Knecht übernimmt bei der Pigna
Daniel Knecht hat sich ein Leben lang für andere eingesetzt, nun setzt er sich auch für die Pigna ein. Er tritt deshalb am 1. Juli das Stiftungsratspräsidium an und folgt damit auf Richard Thomet, der die Organisation zweiJahrzehnte lang geprägt hat.
Daniel Knecht ist kein Unbekannter im Zürcher Unterland. In Winkel aufgewachsen, lebt er seit 2005 wieder in seinem Elternhaus. Die Rückkehr kam nach 25 Jahren, in denen er als Konzertpianist, Dozent und später als Direktor des Konservatoriums Zürich und des PreCollege Musik an der Zürcher Hochschule der Künste wirkte.
Seit seiner Pensionierung 2024 widmet er sich verstärkt dem gesellschaftlichen Engagement. Ab 1. Juli trägt er als neuer Stiftungsratspräsident Verantwortung bei der Pigna,, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Die Stiftung Pigna ist eine Unterländer Organisation, die Menschen mit Beeinträchtigung begleitet und unterstützt und die ihrerseits auch von der Stadt Opfikon mitgetragen wird.
Das Thema liegt ihm nahe, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung, auch persönlich, denn sein Bruder lebe mit einer kognitiven Beeinträchtigung. «Ich bin beeindruckt von der Professionalität, Fachlichkeit und Menschlichkeit, mit der bei Pigna gearbeitet wird», sagt Knecht. «Die Menschen, die diese Verantwortung täglich mittragen, verdienen grosse Wertschätzung und Unterstützung.» Sein Amtsantritt fällt in eine strategisch wichtige Phase. Mit der im Herbst 2025 verabschiedeten Strategie 2026–2028 hat Pigna die Weichen für die nächsten Jahre gestellt: Im Fokus stehen ein differenziertes Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung, attraktive Arbeitsbedingungen sowie moderne Prozesse. Knecht will diese Entwicklung aktiv mitgestalten und Pigna gleichzeitig in der Öffentlichkeit stärker verankern. Dazu möchte er Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Sport und Medien als Botschafterinnen und Botschafter gewinnen.
Gesellschaftliches Engagement ist für Knecht keine Neuheit. Bereits seit 2008 ist er in verschiedenen Stiftungen tätig, die sich für Bergbauern, Minderheiten und benachteiligte Gruppen einsetzen. Als junger Musiker selbst von grosszügiger Förderung profitiert zu haben, spornt es ihn an, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Abschied nach 22 Jahren
Daniel Knecht übernimmt das Amt von Richard Thomet, der nach 22 Jahren, davon elf als Stiftungsratspräsident, Ende Juni zurücktritt. In dieser Zeit hat Thomet die Pigna nachhaltig geprägt, modernisiert und für die Zukunft gerüstet. Mit ihm verlasse eine Persönlichkeit die Organisation, die sich über zwei Jahrzehnte mit grossem Einsatz für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung stark gemacht habe, schreibt die Stiftung weiter.