Bundesamt für Landwirtschaft: Schweizer greifen seltener zu einem Glas Wein
2025 ist der Weinkonsum in der Schweiz zurückgegangen. Damit setzt sich die seit mehreren Jahren anhaltende Tendenz fort. Trotz der angespannten Lage für die Weinbranche zieht der Konsum von Schweizer Weinen stärker an, während der Konsum von eingeführten Weinen einbricht.
Schweizerinnen und Schweizer trinken weniger Wein: 2025 betrug der Gesamtweinkonsum hierzulande 211,2 Millionen Liter, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 3,3 Prozent entspricht. Dies geht aus einer Medienmitteilung des Bundesamts für Landwirtschaft hervor. Es wurde weniger Rotwein, einschliesslich Roséwein, konsumiert (−5,5 Prozent). Der Konsum von Weisswein nahm dagegen leicht zu (+0,5 Prozent), während der Schaumweinkonsum um rund 6 Prozent auf 21,5 Millionen Liter sank.
Der Konsum ausländischer Weine ging 2025 verglichen mit 2024 ebenfalls zurück (−6,4 Prozent) und liegt bei 132 Millionen Liter. Dieser Rückgang betrifft hauptsächlich den Rotwein (−9,1 Prozent), während beim Weisswein ein leichter Anstieg registriert wurde (+0,4 Prozent).
Mehr Schweizer Wein getrunken
Trotz des rückläufigen Gesamtweinkonsums verzeichnet der Konsum von Schweizer Wein 2025 eine Zunahme und beläuft sich auf 79,2 Millionen Liter (+2,3 Prozent). Beim Schweizer Rotwein wird ein Anstieg registriert (+4,1 Prozent), während der Weissweinkonsum mit knapp 40 Millionen Litern stabil bleibt. Der Marktanteil von Schweizer Wein stieg damit auf 37,5 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Die Erhöhung des Marktanteils von Schweizer Wein ist laut der Mitteilung des Bundesamts für Landwirtschaft angesichts des verschärften internationalen Wettbewerbs und der sich verändernden Konsumgewohnheiten ein starkes Signal für den Schweizer Weinbau.
Diese Steigerung reicht allerdings nicht aus, um den allgemeinen Absatzrückgang auszugleichen. «Dies bestätigt, dass die Bemühungen um die Aufwertung, die Anpassung des Angebots und die Absatzförderung von Schweizer Wein fortzusetzen sind», heisst es im Kommuniqué weiter.
Gemäss den Daten des Schweizerischen Observatoriums des Weinmarktes ist der Absatz von Schweizer Wein bei den acht wichtigsten Grossverteilern 2025 um 3 Prozent zurückgegangen. 29,1 Prozent des Absatzes von Schweizer Wein entfallen auf diese Vertriebskanäle. Der Rest wurde über andere Kanäle, etwa das Gastgewerbe oder den Direktverkauf, abgesetzt. Die Preise sind verhältnismässig stabil geblieben (−0,6 Prozent). (pd.)
Detaillierte Zahlen zur Weinproduktion und zum Weinkonsum: Obst- und Weinstatistiken