Buchtipp: «D suchen»

Im Mittelpunkt steht die 86-jährige Mabel Beaumont, die nach 62 Ehejahren plötzlich Witwe geworden ist. Doch mit posthumer Hilfe ihres verstorbenen Mannes und derjenigen vieler neuer Bekanntschaften macht sie sich auf die Suche nach einer verschollenen Freundin.

Mabel Beaumont bleibt nach dem Tod von Arthur der Hund Olli, mit dem sie eigentlich nichts anfangen kann – und Gefühle von Verlorensein. Sie weiss nicht wirklich, wie sie ihre Tage füllen soll – aber ihr Mann hatte vorgesorgt, und kurzerhand steht eine Frau an der Tür, der ihr die nächste Zeit zur Seite stehen soll. Widerwillig lässt sie sich darauf ein und muss bald feststellen, dass Julie in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung ist.

Ausserdem liebte Arthur Listen. Seine letzte Botschaft an Mabel lautete: «D suchen.» Doch was meinte er damit? Schliesslich kann mit D nur ihre Freundin Dot gemeint sein, die vor über 60 Jahren aus Mabels Leben verschwand und die sie bis heute nicht vergessen hatte und vermisste.

So stürzt sich Mabel voller Elan auf die neue Aufgabe. Mit Hilfe von Julie beginnt die Suche, und damit kommt Leben in Mabels Leben, denn auf ihrem Weg trifft sie lauter neue Frauen und gewinnt dadurch neue Freundinnen verschiedenster Generationen. Nach jahrelanger Isolation ist es so, als würde Mabel neu aufblühen. Sie entdeckt endlich, wie wertvoll und bereichernd ehrliche Freundschaften sind und dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist.

Laura Pearson: «Mrs Mabels letzte Liste», Piper, 2023.

Informationen: www.opfikon.ch/stadtbibliothek