Blicke ins All in den Frühlingsferien
Die Blicke sind aktuell wieder auf den Mond gerichtet, denn vor kurzem ist die Artemis 2 der Nasa-Mondmission heil zur Erde zurückgekehrt. Unser Trabant rückt als Weltraumreiseziel nach Jahrzehnten wieder in den Fokus der Raumfahrt.
Ganz so nah, wie die Orion-Crew den Mond Anfang April aus ihrer Raumkapsel gesehen hat, kann die Sternwarte Rümlang den Erdtrabanten nicht zeigen. Dennoch löst der Blick auf die Mondoberfläche durch ihre Fernrohre bei vielen Gästen Begeisterung aus. Man entdeckt Gebirge, Krater, Rillen und Maria (lateinische Mehrzahl von «Meeren»). Dass man die dunkleren Flächen auf dem Mond als Meere bezeichnet, geht auf die Vermutung früherer Astronomen zurück, dass es auch dort oben Ozeane gibt. Wasser gibt es allerdings nur als Eis in dauerhaft beschatteten Kratern an den Mondpolen. Wasser ist eines der wichtigsten Forschungsobjekte des Artemis-Programms.
Während der Frühlingsferien kann der Mond allerdings nur nächsten Mittwoch, 29. April, gezeigt werden, eine Woche später, am Mittwoch, 6. Mai, steht er bereits abnehmend wieder am Morgenhimmel. Von den Planeten stehen die Venus und der Jupiter an beiden Tagen günstig. Die Vielfalt verschiedener lohnender Objekte ist aber überwältigend; glitzernde Sternhaufen, Galaxien, leuchtende Gasnebel. Gelegentlich ist auch der «Jubiläumsstern» des Vereins Sternwarte Rümlang ein Programmpunkt an den Führungen des Rümlanger Observatoriums. Der Stern 43 Beta Comae Berenices steht fast genau 30 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er sandte also sein Licht, das heute bei uns eintrifft, just zur Zeit der Vereinsgründung im November 1996 aus.
Eine Anmeldung zu den Führungen (mittwochs um 21 Uhr) ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Die Sternwarte wird nur bei klarem Himmel geöffnet.
Informationen zur Durchführung: 044 817 06 83; https://sternwarte-ruemlang.ch