Aus dem Gemeinderat: Mehr Natur
In unserer dicht besiedelten Stadt sieht man manchmal vor lauter Häusern die Bäume nicht mehr. Wenn man aber genau hinschaut, findet man trotzdem viele schöne Orte. Neben dem Hardwald und dem Wäldchen bei der Au gibt es auch sonst viele schön bepflanzte Flecken, wozu auch viele Private und der Grünunterhalt der Stadtverwaltung beitragen.
Viele gestalterische Massnahmen zu Natur- und Umweltschutz werden erst einmal mit Kosten in Verbindung gebracht. Wir können aber auch einen grossen Nutzen daraus ziehen. So spenden Bäume im Sommer Schatten und kühlen durch ihre Verdunstung die Umgebung spürbar ab. Sie dienen auch vielen Tieren als Behausung oder Nahrungsquelle. Eine dichte Bepflanzung hilft gegen Lärm, von dem wir in Opfikon mehr als genug haben. Wälder und Grünflächen dienen als Naherholungsgebiete oder als Spielplatz für Kinder. Zudem wirkt sich ein Spaziergang im Wald positiv auf das psychische Wohlbefinden aus.
«Viele Massnahmen zu Natur- und Umweltschutz werden erst einmal mit Kosten in Verbindung gebracht. Wir können aber auch einen grossen Nutzen daraus ziehen.»
Unversiegelte Flächen helfen, dass Regenwasser versickern kann und für Trockenperioden im Boden gespeichert bleibt. Sie reduzieren bei einem Unwetter auch die Menge an Wasser, das in die Kanalisation fliesst und diese überlasten kann. Und bei Sonnenschein heizen sich Naturflächen lange nicht so stark auf wie Asphalt oder Beton. Mein Gemeinderatskollege David Sichau (Grüne) hat in der letzten Gemeinderatssitzung ein von ihm eingereichtes Postulat («Massnahmen zur Entsiegelung im Stadtgebiet: Hitzeminderung, Starkregenschutz und Anreize für Private») begründet. Auch hier werden bestimmt wieder finanzielle Aspekte zu Diskussionen führen. Aber wie er so schön ausführte, braucht ein Baum 30 Jahre, bis er seine Wirkung entfalten kann. Da sollte man also besser jetzt anfangen, welche zu pflanzen.
Der Hitzesommer dieses Jahr wird wohl keine Ausnahme bleiben. So sind wir alle angehalten, die Natur zu stärken, weil wir Menschen direkt davon profitieren können. Auch in dieser Legislatur werden uns Naturschutz- und Umweltthemen sicherlich weiterhin begleiten und ich freue mich darauf, einen Beitrag für zukünftige Generationen zu leisten.
In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat» schreiben Opfiker Gemeinderätinnen und Gemeinderäte regelmässig Beiträge. Sämtliche im Parlament vertretenen Parteien bekommen hierzu Gelegenheit.