Abkühlung und Unterstützung während der Hitzewelle

Hohe Temperaturen können das Wohlbefinden beeinträchtigen und gesundheitliche Risiken mit sich bringen – besonders für ältere Menschen.

Gemäss Auswertungen und Klimaszenarien des Bundesamts für Gesundheit wird die Zahl der Hitzetage in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen. Hitzewellen können vor allem für Menschen ab 75 Jahren belastend sein. Denn im Alter kann der Körper die Temperatur weniger gut regulieren. Man schwitzt weniger, das Durstgefühl nimmt ab. Ältere Menschen können sich also nicht mehr darauf verlassen, dass sie Durst bekommen oder schwitzen, wenn es dem Körper zu warm wird. Auch chronisch Kranke, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder leiden mehr unter der Hitze.

Anzeichen für Hitzestress
  • Hohe Körpertemperatur
  • Erhöhter Puls
  • Schwäche/Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Trockener Mund
  • Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Gegenmassnahmen
  • Legen Sie sich hin, wenn Sie diese Warnzeichen bei sich wahrnehmen.
  • Kühlen Sie sich mit kaltfeuchten Tüchern.
  • Trinken Sie – am besten ein isotonisches Getränk (2\3 Wasser, 1\3 Fruchtsaft, ½–1 gestrichener Teelöffel Salz auf 1 Liter)
  • Wenn dies nicht hilft, melden Sie sich in Ihrer Hausarztpraxis oder beim kostenlosen Ärztefon,Telefon 0800 33 66 55.
  • Ausserdem helfen leichtes Essen und Salz: Auch kalte und erfrischende Speisen wie Salate und Früchte, Gemüse und Milchprodukte helfen. Auch das Salz, welches man durch schwitzen verliert, muss ersetzt werden.
  • Anstrengung vermeiden: Schonen Sie den Körper. Für gesunde jüngere Menschen heisst dies etwa, sportliche Tätigkeiten ausserhalb des Wassers auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Ältere Menschen können den Einkauf, den Arztbesuch oder andere Aktivitäten im Freien ebenfalls auf diese Randstunden legen oder von jemand anderem erledigen lassen.
  • Körper kühlen: Tragen Sie leichte Kleidung. Im Alter schwitzt man weniger und merkt unter Umständen nicht, dass keine Jacke mehr nötig wäre. Kühle oder kalte Duschen, kalte Wickel und feuchte Tücher helfen ebenfalls, die Körpertemperatur zu senken.
  • Hitze fernhalten: Halten Sie sich draussen möglichst nur im Schatten auf. Lassen Sie tagsüber die Läden runter. Lüften Sie nachts. Lassen Sie weder Personen noch Tiere im abgestellten Auto zurück.
  • Medikamente überprüfen: Wenn Sie regelmässig Medikamente einnehmen, fragen Sie in der Apotheke oder der Arztpraxis, ob Sie etwas anpassen müssen. Gewisse Medikamente verändern bei Hitze die Wirkung.

Als Angehörige, Bekannte und Nachbarn von Menschen über 75 Jahre oder alleinstehenden Kranken können Sie diese unterstützen: mit täglichen Anrufen, Hilfsdiensten oder einfachen Hilfeleistungen wie Einkäufen oder Gartenarbeiten.  (red.)

Informationen: www.gesundheitsfoerderung-zh.ch/